Kompatscher zu Doppelpass: Das wird Zeit benötigen

Die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler sorgt auch nach dem Treffen zwischen den Vertretern der Landtagsfraktionen aus Südtirol und Auße...

© Thomas Boehm / TT

Die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler sorgt auch nach dem Treffen zwischen den Vertretern der Landtagsfraktionen aus Südtirol und Außenministerin Karin Kneissl für Diskussionen. Bekanntlich soll es einen entsprechenden Gesetzesentwurf im heurigen Jahr nicht mehr geben. Andererseits haben weder die österreichische Bundesregierung, das Bundesland Tirol noch die Südtiroler Landesregierung ein Interesse daran, dass der Doppelpass in den Südtiroler Landtagswahlkampf im Herbst hineingezogen wird. Im Gegensatz zu den patriotischen Heimatparteien wie Süd-Tiroler Freiheit.

Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit kritisiert in diesem Zusammenhang Falschmeldungen, die von Verzögerungen sprechen. Ihm kann es nicht schnell genug gehen. „Die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ist ein minderheitenpolitischer Meilenstein von europäischer Tragweite und darf nicht von Wahlterminen abhängig gemacht werden", sagt er.

Laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA erklärte Südtirols LH Arno Kompatscher in der Vorwoche, dass die Frage der doppelten Staatsbürgerschaft eine komplexe rechtliche und politische Angelegenheit sei und ihre Vertiefung braucht Zeit." „Es ist der Wille Wiens", fügte er hinzu, „um das Thema im Dialog mit Rom anzusprechen." Dem Landeshauptmann zufolge werde es jedoch Zeit benötigen, weil Österreich zuvor das internationale Abkommen über Doppelstaatsbürgerschaften kündigen müsse. Dass er wegen des Wahltermins in Südtirol interveniert habe, verneinte Kompatscher. Die Zuständigkeiten dafür lägen nicht bei Südtirol. (pn)

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