NGO kritisiert „rassistische motivierte“ Übergriffe in Griechenland

Athen (APA) - Rassistische Übergriffe gegen Flüchtlinge und Migranten haben in Griechenland auch 2017 zur Tagesordnung gehört. Das kritisier...

Athen (APA) - Rassistische Übergriffe gegen Flüchtlinge und Migranten haben in Griechenland auch 2017 zur Tagesordnung gehört. Das kritisierte das griechische „Netzwerk zur Registrierung von Opfern rassistischer Gewalt“ in seinem jüngst veröffentlichten Jahresbericht. Demnach wurden im Vorjahr in Hellas mindestens 102 Vorfälle mit 120 Opfern registriert

In 34 Fällen waren Migranten oder Flüchtlinge betroffen, die aufgrund ihrer nationalen Abstammung, Religion, Hautfarbe oder Namens gewalttätig attackiert wurden. Sieben Vorfälle hatten mit Übergriffen gegen Menschenrechtsaktivisten zu tun, 47 richteten sich gegen Homosexuelle, so die Studie.

Die Zahl der Angriffe auf Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen ist damit 2017 im Vergleich zu den Vorjahren sogar estiegen. Zudem wurden Roma und Angehörige von sozial extrem schwachen Gruppen angegriffen. Vor allem in und im Umkreis der Hauptstadt Athen wurden schwere Gewalttaten registriert. So kam es etwa im Vorort Aspropyrgos zu blutigen Attacken auf Feldarbeiter pakistanischer oder afghanischer Herkunft.

Laut Behörde schritt die Polizei im Vorjahr bei 184 rassistisch motivierten Vorfälle ein. Migrationsminister Ioannis Mouzalas räumte die Gewalttaten im griechischen Parlament zwar ein, betonte aber, dass es kaum zu schwerwiegenden Vorfällen wie Brandanschlägen auf Flüchtlingsheime gekommen sei, wie es sie 2017 beispielsweise in Mitteleuropa gegeben habe.


Kommentieren