Die wichtigsten Entwicklungen in der EU seit Österreichs Beitritt

Wien/Brüssel (APA) - Am 1. Jänner 1995 tritt Österreich gemeinsam mit Schweden und Finnland der Europäischen Union bei, die nun 15 Mitglieds...

Wien/Brüssel (APA) - Am 1. Jänner 1995 tritt Österreich gemeinsam mit Schweden und Finnland der Europäischen Union bei, die nun 15 Mitgliedstaaten umfasst. Die Norweger hatten zuvor in einem Referendum zum zweiten Mal eine Mitgliedschaft abgelehnt.

17. Juli 1995: Unterzeichnung des Interimsabkommens Europäische Union-Russland.

15./16. Dezember 1995: Der Europäische Rat tagt in Madrid. Er bestätigt die Einführung der einheitlichen Währung „Euro“ zum 1. Jänner 1999.

1.-3. Mai 1998: Die Staats- und Regierungschefs der EU entscheiden über die Teilnehmerländer der Wirtschafts- und Währungsunion. Sie beschließen, dass elf EU-Länder am 1.1.1999 den Euro als gemeinsame Währung einführen werden. Der Niederländer Wim Duisenberg wird zum ersten Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) ernannt.

1. Jänner 2002: Das Euro-Bargeld wird in den zwölf Mitgliedstaaten der Währungsunion eingeführt.

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1. Mai 2004: Zehn europäische Staaten treten der EU bei: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Zypern und Malta.

1. Jänner 2007: Bulgarien und Rumänien treten der Europäischen Union bei.

21. Dezember 2007: Erweiterung des Schengen-Raums um Estland, Polen, die Tschechische Republik, Ungarn, Lettland, Malta, Litauen, Slowakei und Slowenien.

1. Jänner 2008: Zypern und Malta führen den Euro als Landeswährung ein.

8. August 2008: Zwischen Russland und Georgien bricht ein militärischer Konflikt aus. Die EU beteiligt sich an den Waffenstillstandsverhandlungen.

7. September 2008: Die Weltwirtschaft wird von einer schweren Finanzkrise getroffen. Auf dem Europagipfel am 15. Oktober drängen die Staats- und Regierungschefs der EU auf eine umfassende Reform des Finanzsystems und fordern in diesem Zusammenhang mehr internationale Kontrolle, ein globales Krisenfrühwarnsystem und weltweite aufsichtsrechtliche Vorschriften, um Transparenz und eine größere Verantwortlichkeit sicherzustellen.

1. Jänner 2009: Die Slowakei führt den Euro ein.

1. Jänner 2011: Estland übernimmt als 17. Mitglied der Eurozone den Euro.

12. Oktober 2012: Die EU bekommt den Friedensnobelpreis zugesprochen.

10. Dezember 2012: Feierliche Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo.

23. Jänner 2013: Der britische Premier David Cameron kündigt ein Referendum über den EU-Ausstieg Großbritanniens für den Fall seiner Wiederwahl 2015 an.

1. Juli 2013: Kroatien tritt der Europäischen Union bei.

14. September 2015: Die Flüchtlingskrise führt dazu, dass die Schlagbäume an den deutsch-österreichischen Grenzen wieder runtergehen. Berlin führt Grenzkontrollen ein, um den massiven Flüchtlingsstrom zu steuern. Zwei Tage später beginnt Österreich mit Kontrollen an den Schengen-Grenzen - insbesondere zu Ungarn und Slowenien. Zunächst auf sechs Monate befristet, wurde die Aussetzung des Schengen-Regimes mehrmals verlängert.

27. September 2017: Die EU-Kommission schlägt auf Druck, insbesondere Deutschlands und Österreichs, eine Änderung der Schengen-Regeln vor, die eine Verlängerung der eigentlich auf höchstens zwei Jahre befristeten Binnen-Grenzkontrollen ermöglichen soll. Damit ist eine Rücknahme der Grenzkontrollen auf absehbare Zeit vom Tisch.

18. März 2017: Die EU und die Türkei sind sich über ein Flüchtlingsabkommen einig. In dem Flüchtlingsabkommen mit der EU verpflichtet sich die Türkei, illegal von ihrem Territorium aus in die EU eingereiste Flüchtlinge zurückzunehmen. Für jeden Flüchtling aus dem Bürgerkriegsland Syrien, der zurückgebracht wird, kann die Türkei einen Syrer in die EU schicken. Im Gegenzug erhält die Türkei zunächst drei Milliarden Euro an Hilfen.

23. Juni 2016: Großbritannien wird die EU verlassen. 51,89 Prozent der britischen Wähler stimmen in einem Referendum für den Brexit, 48,11 Prozent wollten in der EU bleiben. Am Tag darauf kündigt Premier David Cameron seinen Rücktritt an.

30. Oktober 2016: Unterzeichnung des umstrittenen Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada. Der Widerstand der belgischen Region Wallonien hatte Nachverhandlungen erforderlich gemacht.

29. März 2017: Neun Monate nach dem Brexit-Referendum hat die britische Regierung offiziell den Austritt aus der Europäischen Union beantragt. Damit läuft eine zweijährige Frist, in der beide Seiten die Details des Brexit aushandeln.

11. Dezember 2017: EU-Staaten beschließen eine ständige militärische Zusammenarbeit (PESCO). Daran werden sich neben Österreich 24 weitere EU-Staaten beteiligen.

9. März 2017: Großbritannien und die EU einigen sich auf eine Übergangsfrist von 21 Monaten nach dem britischen EU-Austritt 2019.

( 0361-18, Format 88 x 208 mm)


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