Tajani: „Keine Regierung in Rom ohne Forza Italia“

Rom (APA) - Der EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani, Mitgründer der italienischen Mitte-rechts-Partei Forza Italia, hält seine politische ...

Rom (APA) - Der EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani, Mitgründer der italienischen Mitte-rechts-Partei Forza Italia, hält seine politische Kraft als entscheidend für die Bildung einer neuen Regierung in Rom. „Ohne die Forza Italia kann man keine Regierung aufbauen“, so Tajani im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ (Dienstagsausgabe).

Laut Tajani könne man Ex-Premier Silvio Berlusconi, Gründer der Forza Italia, nicht aus den Gesprächen zur Regierungsbildung ausschließen. „Die Forza Italia ist Berlusconi. Wir vertreten 14 Prozent der italienischen Wählerschaft“, sagte Tajani. Mit 36 Prozent der Stimmen sei die Mitte-rechts-Allianz aus Forza Italia, Lega und den rechtsextremen „Brüdern Italiens“ die stärkste Formation, die aus den Parlamentswahlen am 4. März hervorgegangen ist. „Die Parlamentswahlen haben wir und nicht die Fünf Sterne-Bewegung gewonnen“, argumentierte der Römer.

Tajani erklärte, die Forza Italia werde den verbündeten Chef der ausländerfeindlichen Lega, Matteo Salvini, als Premierkandidat vorschlagen. Damit halte sich Forza Italia an den Wahlpakt. „Ich glaube nicht, dass Salvini auf das Abkommen mit der Forza Italia verzichten und die Wählerschaft verraten will“, sagte Tajani in Anspielung auf Gerüchte über eine mögliche Regierung aus der Lega und der Fünf Sterne-Bewegung.

Tajani warnte vor Neuwahlen, sollte es zu keiner Regierung in Rom kommen. „Man muss Italien eine Regierung geben und nicht wieder wählen gehen“, meinte Tajani.

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Am Mittwoch startet der italienische Staatschef Sergio Mattarella politische Konsultationen zur Regierungsbildung. Bei den zweitägigen Sondierungen wird der Präsident die Delegationen aller im Parlament vertretenen Parteien treffen und nach Wegen suchen, um eine Regierung zu bilden.


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