Lebenszeichen von Geiseln in Kolumbien eine Woche nach Entführung

Bogota (APA/AFP) - Eine Woche nach ihrer Entführung im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien hat es ein erstes Lebenszeichen der drei G...

Bogota (APA/AFP) - Eine Woche nach ihrer Entführung im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien hat es ein erstes Lebenszeichen der drei Geiseln gegeben. Der Privatsender RCN strahlte am Dienstag in Bogota ein Video aus, auf dem die Geiseln die Regierung Ecuadors bitten, mit ihren Entführern die Freilassung auszuhandeln. Der Sender machte keine Angaben dazu, wann und wo das Video aufgenommen wurde.

Das Presseteam aus Ecuador war vor einer Woche im Grenzgebiet verschleppt worden. Der Journalist, der Fotograf und der Fahrer der Zeitung „El Comercio“ wollten in der Region eine Reportage über Guerilleros machen, die sich dem Friedensprozess zwischen Regierung und den Rebellenorganisationen widersetzen. Es wird vermutet, dass abtrünnige Kämpfer der ehemaligen Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) für die Entführung verantwortlich sind.

Auf dem 23-sekündigen Video sind die drei Männer angekettet zu sehen. In der Aufnahme ist zu hören, dass die Entführer die Freilassung von drei in Ecuador inhaftierten Gesinnungsgenossen verlangen; sie sollten „wohlauf und sicher“ wieder in ihr Land zurückkehren dürfen, hieß es.

Die Regierung in Bogota und die FARC hatten 2016 den jahrzehntelangen Konflikt in Kolumbien mit einem Friedensabkommen beendet. Die Zahl der abtrünnigen Kämpfer, die sich nicht an das Abkommen gebunden fühlen, wird auf 1.200 geschätzt. Sie finanzieren sich über den Drogenhandel.


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