Große Pläne für Dorfzentrum in Stams

In Stams hat das Hearing für den Architekturwettbewerb bereits stattgefunden.

© Dorn

Stams –Wie ein großer Kreisverkehr präsentiert sich derzeit noch das Zentrum von Stams: Mehr Straßen- als Grünflächen und ein unbenutzbarer Hangstreifen lassen die vorhandenen Potenziale des Platzes nicht zur Geltung kommen. Dank eines Grundtauschs wird die Gemeinde zudem in den Besitz des Grundstücks direkt neben dem Kirchplatz kommen, das auch zur Verbesserung des Verkehrsflusses herangezogen werden könnte.

Der Stamser Architekt Werner Burtscher hat bereits im Herbst 2017 ein Konzept präsentiert, dem die Ergebnisse des Dorfentwicklungsprozesses aus den Jahren 2014 und 2015, in den die Bevölkerung eingebunden war, als Grundlage dienen: „Die Wünsche und Festlegungen wurden überarbeitet, damit diese in einer Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes Platz finden“, beschreibt Burtscher die Vorgangsweise. Kürzlich war es so weit und zwölf Teams von Architekten und Landschaftsplanern wurden eingeladen, ihre Pläne einzubringen. Das Hearing hat bereits stattgefunden, und die Jurysitzung ist für den 17. Mai angesetzt. „Das unabhängige Preisgericht besteht aus drei Fachjuroren, die dieselbe Qualifikation wie die Projektteams mitbringen, und sechs Vertretern der Gemeinde, also dem Bürgermeister und je einem Vertreter jeder im Gemeinderat vertretenen Liste“, erörtert Burtscher. Das Preisgericht soll bis Juni dann jene Entscheidung fällen, deren Umsetzung von 2018 bis 2022 geplant ist.

Eine Beruhigung des Verkehrsflusses außerhalb eines neu gestalteten Kirchplatzes, die Errichtung einer Bühne, eines überdachten Bereichs inklusive WC-Anlage, die Installation von Grünraum, Brunnen, Licht und die Neupositionierung des Kinderspielplatzes sowie die Verankerung einer Bushaltestelle sind die Punkte, die in den Plan eingearbeitet werden. Dadurch, dass auch der barrierefreie Zugang zur Kirche unter Einbeziehung der Friedhofsmauer und der Leichenkapelle dazugekommen sind, haben sich die veranschlagten Kosten um 50.000 auf 720.000 Euro erhöht. Mit zwei Gegenstimmen wurde die Durchführung des Realisierungswettbewerbes in der vorliegenden Fassung kürzlich beschlossen. (ado)


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