Biathlon: „König“ Ole 2 - „Eine völlig verrückte Karriere“

Oslo (APA/dpa) - Ole Einar Björndalen blickte positiv auf seine Laufbahn zurück. „Ich hatte eine völlig verrückte Karriere und habe alles er...

Oslo (APA/dpa) - Ole Einar Björndalen blickte positiv auf seine Laufbahn zurück. „Ich hatte eine völlig verrückte Karriere und habe alles erlebt, wovon man träumen kann“, sagte er. Eigentlich gebe es deshalb auch keinen wirklichen Grund weiterzumachen. „Jetzt beginnen eine neue Zeit, neue Möglichkeiten, ein neues Leben“, kündigte Björndalen an.

Auch wenn ihm die Konkurrenz fehlen werde, freue er sich darauf, Zeit zu haben. Er freue sich, nach so langer Zeit endlich nicht mehr bei jeder Entscheidung den Sport im Hinterkopf haben zu müssen. „Und dann sehen wir, wo ich lande“, sagte Björndalen über seine Zukunft.

Zuletzt hatte er Spekulationen zurückgewiesen, wonach er direkt nach seiner Karriere als Trainer oder Funktionär im internationalen Biathlon-Zirkus weitermachen könnte. „Ich hoffe, dass ich meine Ressourcen für etwas Vernünftiges gebrauchen kann“, sagte er lediglich. Erst einmal wolle er sich weiter in Form halten, reisen - und eine „gute Lösung für Darja finden“. Auch bei seiner Frau stehe die ein oder andere wichtige Entscheidung an.

IOC-Chef Thomas Bach würdigte Björndalen als Vorbild. „Ole Einar Björndalen ist einer der Größten in der Sportgeschichte“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Das habe Björndalen immer wieder gezeigt. „Er ist wahrer Olympionik und ein Vorbild für junge Sportler auf der ganzen Welt“, schrieb Bach der norwegischen Nachrichtenagentur NTB.

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„Ole war das große Idol für alle in Norwegen, viele haben seinetwegen mit Biathlon angefangen“, sagte Norwegens Jungstar Johannes Thingnes Bö vor kurzem. „Er bleibt die Nummer eins.“


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