Wirtschaftsoptimismus stieg auf neuen Rekordwert

Die Konjunkturstimmung in Österreich war in den letzten 25 Jahren noch nie so gut wie derzeit. Nicht ganz mithalten kann damit die Kauflust.

Symbolbild.
© Andreas Rottensteiner

Von Alois Vahrner

Linz, Innsbruck –Österreichs Wirtschaft brummt, die Wirtschaftsforscher erwarten auch für heuer ein kräftiges Wachstum und sinkende Arbeitslosenzahlen. Und auch in der Bevölkerung ist die Stimmung ausgezeichnet, wie aus dem neuen Wirtschaftsbarometer des Linzer Meinungs- und Marktforschungsinstituts Spectra hervorgeht, das für die OÖN und die anderen Bundesländer-Tageszeitungen wie die TT bundesweit mehr als 2000 Österreicherinnen und Österreicher befragt hat.

Im Sinne eines Wetterberichts würden demnach 15 Prozent einen strahlend blauen Stimmungs-Himmel sehen, weitere 46 Prozent einen sonnigen und 30 Prozent nur einen leicht bewölkten – in Summe sind das laut Spectra also 91 Prozent positiv Gestimmte. Nur 7 Prozent sehen stark bewölktes und weitere 2 Prozent bezüglich ihrer Stimmung regnerisches Wetter.

Noch weiter zugelegt hat der Wirtschaftsoptimismus der Österreicherinnen und Österreicher: Der Anteil der Optimisten, die sogar noch eine weitere Verbesserung erwarten, stieg noch weiter auf 35 Prozent an, jener der Pessimisten fiel weiter auf nur noch 15 Prozent (45 Prozent rechnen mit gleichbleibendem Wachstum). Der Anteil der Optimisten ist damit nicht nur mehr als doppelt so hoch wie jener der Pessimisten, sondern auch so hoch wie noch nie in der seit über 25 Jahre laufenden Umfrage-Reihe, heißt es bei Spectra. Noch vor drei Jahren waren nur 8 Prozent Optimisten 45 Prozent Pessimisten gegenübergestanden.

Der Anteil jener Österreicher, die weniger Geld ausgeben wollen, liegt immer noch bei relativ hohen 40 Prozent. 26 Prozent wollen mehr Geld ausgeben, 33 Prozent sagen „teils, teils“. Gleich viel leisten wie im Vorjahr können sich laut eigener Angabe 58 Prozent, mehr leisten können sich 9 Prozent. Immerhin 29 Prozent betonen allerdings, sie könnten sich trotz der guten Wirtschaftslage weniger leisten als vor einem Jahr.

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Mit Zuversicht sehen 68 Prozent der Befragten den kommenden zwölf Monaten entgegen, mit Sorge 24 Prozent. Noch immer 30 Prozent rechnen (entgegen den zuletzt veröffentlichten realen Zahlen) mit steigender Arbeitslosigkeit und 41 Prozent mit einer gleich bleibenden, 23 Prozent erwarten weniger Arbeitslose.

Für 23 Prozent steht fest, dass der Staat mehr sparen sollte. Mit 24 Prozent ist ein fast identer Anteil dafür, dass der Staat mehr Geld ausgeben bzw. investieren sollte. Für 48 Prozent muss der Staat beides je nach Bedarf einsetzen und zustande bringen.


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