Europas Leitbörsen im Frühhandel überwiegend tiefer

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwoch im Frühhandel mit überwiegend negativer Tendenz gezeigt. Der schwe...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwoch im Frühhandel mit überwiegend negativer Tendenz gezeigt. Der schwelende Handelskrieg zwischen den USA und der Volksrepublik China bleibt ein zentrales Thema. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.50 Uhr mit minus 0,40 Prozent bei 3.333,39 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt fiel um 0,49 Prozent auf 11.943,81 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 dagegen mit einem leichten Plus von 0,03 Prozent auf 7.032,47 Punkte.

China kritisierte zuletzt die vor kurzem von den USA veröffentlichte Liste für Strafzölle auf chinesische Importwaren scharf und hat mit Gegenmaßnahmen gedroht. „Solche einseitigen und protektionistischen Aktionen“ verletzten grundlegende Prinzipien und Werte der Welthandelsorganisation, erklärte die chinesische Botschaft in den USA.

Konjunkturseitig stehen am Vormittag die Verbraucherpreisdaten der Eurozone auf dem Plan. Sie könnten Marktteilnehmern neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der EZB liefern.

Am Nachmittag folgt in den USA mit den ADP-Beschäftigungsdaten ein wichtiger Indikator für den offiziellen März-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Helaba-Experte Ralf Umlauf sieht allerdings kein positives Überraschungspotenzial. Ein Rückgang des ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes sollte unterdessen nicht überraschen.

Im Branchenvergleich verzeichneten Technologiewerte deutliche Kursverluste. Am anderen Ende der Sektorentafel zeigten sich Öl- und Gaswerte dagegen mit Zugewinnen.

Unter den Einzelwerten traten in Zürich die Papiere von Swiss Re mit minus 1,9 Prozent in den Vordergrund. Der Schweizer Rückversicherer bastelt weiter an einem möglichen Bündnis mit dem japanischen Technologiekonzern Softbank. Die erwogene Beteiligung der Japaner an Swiss Re werde dabei einen Anteil von zehn Prozent voraussichtlich nicht überschreiten, teilten die Schweizer mit.

Auch Analystenstimmen dürften für leichte Kursbewegungen unter einigen Wertpapieren gesorgt haben: Vodafone gewannen nach einem neu ausgesprochenem Kaufvotum der Citi („Buy“) 0,6 Prozent. Die Versorgerpapiere von Engie stiegen um 0,7 Prozent, nachdem Experten der Credit Suisse die Aktien auf „Outperform“ angehoben hatten.

Zuletzt blickten Anleger auf Autoabsatzzahlen aus den USA. Preisnachlässe und der Wirtschaftsaufschwung hatten nämlich die US-Kundschaft im März nach einem schwachen Vormonat wieder verstärkt in die Autohäuser getrieben. Die im Euro-Stoxx-50 vertretenen Titel von Daimler, BMW und Volkswagen verbuchten jedoch moderate Verluste zwischen 0,2 und 0,6 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA118 2018-04-04/10:02


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