Entlang der A12 beginnt das große Aufräumen

Die Asfinag schickt entlang der Transitstrecke Putztrupps aus. Auch die Tunnels an den Landesstraßen werden gewaschen.

© Land Tirol

Kufstein –Der Winterdienst auf den Autobahnen ist noch nicht ganz vorbei, trotzdem nutzen bis zu 120 Mitarbeiter der vier Asfinag-Autobahnmeistereien (Vomp, St. Jakob, Imst und Plon) mit Unter­stützung des Maschinenrings und der Volkshilf­e das Schönwetter aus, um den Müll entlan­g der Straße zu beseitigen. „Pro Jahr entsorgen wir rund 1100 Tonnen Müll in Tirol – darin inkludiert auch der korrekt entsorgte Unrat in Müllkübeln und -containern an Rastplätzen und -stationen“, teilt Asfinag-Presse­sprecher Alexande­r Holzedl mit. Ein Problem sei der unachtsam entsorgte Müll entlang der Straße wie weggeworfenes Papier, Kaffeebecher etc. „Zwischen 300 und 400 Tonnen werden so pro Jahr händisch von den Mitarbeitern eingesammelt“, ist vom Autobahnerhalter zu erfahren. Das Ganze kostet jährlich über 1,5 Millionen Euro.

Dazu komme auch das Thema „Mülltourismus“, also nicht fachgerecht und vor allem unerlaubt abgestellter Müll auf Rastplätzen. Da finden sich von Einrichtungsgegenständen bis hin zu alten Reifen alle möglichen Hinterlassenschaften von Umweltsündern.

Es fanden sich bei Kundl sogar Teile eines Motorblocks.
© ZOOM.TIROL

Deswegen sei gerade der Frühjahrsputz auch hinsichtlich der Sicherheit immens wichtig. „Gegenstände auf Fahrbahnen, und wenn es nur eine aufgewirbelte Zeitung ist, können Unfälle verursachen“, warnt Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele. „Unser Appell daher: Bitte keinen Unrat einfach aus dem Fenster werfen“, so Siegele.

Für die fachgerechte Entsorgung des Mülls stehen entlang des Autobahnen- und Schnellstraßennetzes Rastplätze, Raststationen und zahlreiche Parkplätze zur Verfügung. Dort kann Unrat und Müll umweltgerecht in den dafür vorgesehenen Mülleimern und -containern entsorgt werden, teilt die Asfinag mit. Daher erhöhe man zudem während der Reisezeit im Sommer die Putz- und Entsorgungsintervalle an den Parkplätzen und Raststätten.

Zum Frühjahrsputz dazu gehören auch die Tunnelwaschtage – in Tirol speziell im Oberland. 25 Tunnel und Galerien werden nach dem Winter gereinigt, um die Sichtbarkeit und Helligkeit zu erhöhen. Dazu kommt Hightech wie spezielle Lkw mit Bürsten- und Hochdrucksprühaufsätzen als auch Handarbeit zum Einsatz. Letztere ist besonders beim Reinigen der über 1000 Verkehrszeichen, Tunneleinrichtungen etc. gefragt.

Auch das Land Tirol sorgt derzeit für saubere Tunnelröhren auf dem von ihr betreuten Straßennetz. Im Bezirk Kufstein werden heuer die Unterflurtrasse in Söll (10. bis 12. 4.), die Unterflurtrasse Bruckhäusl (10. bis 12. 4.), der Tunnel Rattenberg (16. bis 17. 4., 19 Uhr bis 6 Uhr) und der Tunnel an der Alp­bacher Straße in Reith i. A. (16. und 17. 4.) im April einer gründlichen Reinigung und umfangreichen technischen Überprüfung unterzogen. „Die Wintersaison setzt den Tunnels besonders zu. Ventilatoren und Lüfter arbeiten aufgrund von Feinstaub und Salznebelablagerungen auf Hochtouren. Der Schmutz beeinträchtigt Sicht und Reflexion. Der Frühjahrsputz erhöht die Verkehrssicherheit, bringt bessere Luft und reduziert den Energieverbrauch“, erklärt LHStv. Josef Geisler. „Bei umfangreichen Arbeiten sind temporäre Sperren unumgänglich“, wirbt Erwin Obermaier, Leiter des Baubezirksamts Kufstein, für Verständnis. Wo immer es möglich sei, würden die Arbeiten auch in den Nachtstunden durchgeführt. (TT, wo)


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