Europas Börsen weiten Kursverluste zu Mittag aus

Frankfurt am Main (APA) - Die Zuspitzung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit hat Europas Aktienmärkte am Mittwoch weiter belastet. De...

Frankfurt am Main (APA) - Die Zuspitzung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit hat Europas Aktienmärkte am Mittwoch weiter belastet. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor deutliche 1,29 Prozent auf 3.303,65 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.20 Uhr mit 11.842,59 Punkten und minus 1,33 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor 0,48 Prozent und steht nun bei 6.996,38 Stellen.

Der zunehmende US-Protektionismus bleibe das größte Risiko für die Finanzmärkte und dürfte zunehmende Kursschwankungen nach sich ziehen, warnte Richard Turnill, globaler Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter BlackRock.

Zuletzt hatte die Volksrepublik China Vergeltungsmaßnahmen gegen die US-Zölle auf chinesische Waren angekündigt. Es sollen für 106 Güter aus den Vereinigten Staaten Abgaben eingeführt werden.

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Konjunkturseitig dürfte die überraschend unveränderte Kerninflation im Euroraum eine untergeordnete Rolle spielen. Sie verharrte bei 1,0 Prozent im März. „Der unverändert schwache unterliegende Preisauftrieb wird die EZB aber nicht davon abhalten, ihr Anleihenkaufprogramm zum Jahresende einzustellen“, erklärte Christoph Weil von der Commerzbank.

Unternehmensnachrichten blieben am heutigen Handelstag insgesamt Mangelware. Die Aktien von Swiss Re büßten 3,2 Prozent ein. Dass der Schweizer Rückversicherer von einer maximal zehnprozentigen Beteiligung des japanischen Technologiekonzerns Softbank ausgehe, könnte am Markt als Enttäuschung aufgenommen werden, schrieb UBS-Analyst Jonny Urwin. Er verwies auf die zuvor in Berichten kolportierte Beteiligung von 25 Prozent.

Dagegen ragten die Aktien des französischen Energieversorgers Engie aus der vergleichsweise robusten Branche noch positiv heraus: Dank einer neuen Kaufempfehlung der Schweizer Bank Credit Suisse eroberten sie mit plus 1,1 Prozent die Spitze des Europäischen Leitindex.

Für den Nachmittag stehen Arbeitsmarktdaten aus den USA auf dem Kalender. Veröffentlicht wird die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft. Diese liefert Hinweise für den Arbeitsmarktbericht für März insgesamt, der am Freitag auf der Agenda steht.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA256 2018-04-04/12:29


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