Einbrüche in Niederösterreich und der Steiermark: Bande ausgeforscht

St. Pölten/Kindberg (APA) - Nach 29 Einbrüchen in Firmen, Geschäfte und Büros in Niederösterreich und der Steiermark mit 209.000 Euro Schade...

St. Pölten/Kindberg (APA) - Nach 29 Einbrüchen in Firmen, Geschäfte und Büros in Niederösterreich und der Steiermark mit 209.000 Euro Schaden haben Ermittler einer siebenköpfige Bande aus Bulgarien das Handwerk gelegt. Fünf Verdächtige befinden sich nach Polizeiangaben von Mittwoch in U-Haft, ein 43-Jähriger soll nach Verbüßung einer Haftstrafe in Deutschland nach Österreich ausgeliefert werden. Ein 31-Jähriger ist flüchtig.

Bei einem Einbruch in der Nacht auf den 8. November 2017 in eine Firma in Melk hatte die Gruppe mit einem Winkelschleifer, den sie dort gefunden hatte, einen Tresor aufgeschnitten und eine fünfstellige Eurosumme entwendet. Die Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich stellten einen Zusammenhang mit einer Firmeneinbruchsserie in der Steiermark her. Insgesamt dürfte die Bande für mindestens 29 Straftaten verantwortlich sein, die in zwei Serien verübt wurden: Von 5. bis 7. und von 20. bis 23. November 2017. Die Beute betrug 110.000 Euro.

Im Zuge weiterer Erhebungen und aufgrund des Hinweises eines Zeugen wurde das Fahrzeug der Gruppe ermittelt. In Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbeamten des Innenministeriums in Sofia und den bulgarischen Behörden wurden die Namen der sieben Verdächtigen herausgefunden.

Zwei Männer im Alter von 34 und 36 Jahren wurden am 17. Jänner in Wien festgenommen. Das Duo war laut Polizei umfassend geständig und bestätigte die Namen der fünf Komplizen, gegen die in Folge europäische Haftbefehle erlassen wurden. In Sofia wurden ein 20-Jähriger und ein 21-Jähriger am 30. Jänner und ein 53-Jähriger am 12. Februar festgenommen. Sie wurden im März nach Österreich ausgeliefert. Alle fünf Bulgaren befinden sich in der Justizanstalt St. Pölten.

Ein 34-Jähriger wurde am 17. Jänner in Deutschland aufgrund einer nationalen Festnahmeanordnung festgenommen. Er verbüßt derzeit eine Haftstrafe im Nachbarland. Ein 31-Jähriger befindet sich noch auf der Flucht.

In Niederösterreich ging die Bande in Wiener Neustadt, Bad Fischau, Weikersdorf und Wöllersdorf (Bezirk Wiener Neustadt-Land), in Melk sowie im Bezirk Neunkirchen in der Bezirkshauptstadt, in Greis in der Gemeinde Schottwien und in Königsberg ans Werk. Tatorte in der Steiermark lagen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in Rohrbachschlag in der Gemeinde Rohrbach an der Lafnitz und Neudorf bei Ilz, im Bezirk Mürzzuschlag in Wartberg im Mürztal und Kindberg, im Bezirk Leoben-Land in Niklasdorf und Traboch, im Bezirk Südoststeiermark in St. Ruprecht/Raab und Auersbach sowie im Bezirk Judenburg in Farrach, einer Katastralgemeinde von Zeltweg.


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