Warten am Achensee geht weiter, Vorfreude im Ötztal

Tirols Straßenrennrad-Saison nimmt langsam Fahrt auf – auch 2018 kein Achensee-Radmarathon und keine Schwazer Radsporttage.

Nicht nur der Ötztaler Radmarathon will heuer wieder glänzen – Zehntausende Sportler kündigen sich für die Rennen 2018 an.
© Ötztal Tourismus

Von Roman Stelzl

Innsbruck — Das Jahr 2017 sollte für zwei große Radsportveranstaltungen im Tiroler Unterland nur eine Auszeit sein — nun verlängert sich diese Pause auch in diesem Jahr. „Es wird 2018 definitiv keinen Achensee-Radmarathon und keine Schwazer Radsport­tage geben", erklärt Mitorganisator Walter Egger.

Der Marathon wäre eigentlich für den 27. Mai geplant gewesen, Schwaz hätte die Athleten im September bereits zum 21. Mal beheimatet. Grund für die neuerliche Pause sind einerseits ungeklärte Haftungsfragen, andererseits die auch dadurch bedingten Zeitnehmungsprobleme auf deutschem Boden. Am Grenzübergang nach Scharnitz blieb die Uhr bei den vergangenen Auflagen stehen. Das Todesurteil für das einst so beliebte Rennen.

„Wenn es keine Zeitnehmung mehr gibt, werden wir den Marathon nicht mehr veranstalten", setzt Egger fort und ergänzt: „Wir warten jetzt ab, welche Genehmigungen es bei der Deutschland-Rundfahrt gibt und was wir daraus für uns ableiten können. Dann wird man im nächsten Jahr sehen." Das letzte Wort soll noch nicht gesprochen sein.

Pause auch für Pro Ötztaler 5500

Ein Rennen weniger als im Vorjahr gibt es heuer auch im Rahmen des 38. Ötztaler Radmarathons. Das erste September-Wochenende bleibt auf das mit über 4000 Startern gespickte Rennen beschränkt, der Pro Ötztaler 5500 taucht nach seiner Premiere 2017 nicht mehr im Kalender auf. Der Grund sind Terminkollisionen und das daraus resultierende mangelnde Interesse der TV-Sender. 2019 soll aber das zweite Profi-­Rennen folgen. Ansonsten steht dem legendären Amateur-Rennen mit den vier Pässen am Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch nichts mehr im Wege.

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Über 2000 Straßenrad-Profis sollen es auch heuer bei der 31. Auflage der Dolomiten-Rundfahrt sowie der fünften Ausgabe des SuperGiro Dolomiti (10. Juni) sein. Auf der klassischen Strecke warten dabei wieder 118 Kilometer — beim SuperGiro wird fast die doppelte Distanz (232 km) mit über 5000 Höhenmetern zurückgelegt, dazu kommt das Kids Race. Start und Ziel sind dabei jeweils in Lienz.

Zwei Wochen später machen sich dann um die 3000 Radsportler beim 25. Dreiländer-Giro (24. Juni) auf den Weg. Dabei feiert der prestigeträchtige Amateur-Klassiker seine „silberne Hochzeit" und wird heuer ebenso glänzen wie etwa der Rad-Marathon Tannheimer Tal (1. Juli) oder der Arlberg-Giro (28. Juli) mit rund 1400 Radsportlern. Geschwitzt wird jedoch bei allen Rennen — als Sieger wie als „Jedermann".

Radsport — Höhepunkte der Tiroler Straßenrad-Saison

14. April: Hungerburg Classic.

15. April: 21. Ernst Feuchtner Gedenkrennen in Langkampfen.

19./20. Mai: Imster Radmarathon.

25. Mai: Radkriterium Wörgl.

8. Juni: Bob-Bahn-Sprint Igls; Rennen Ötz-Ochsengarten.

10. Juni: 31. Dolomiten-Rundfahrt/5. SuperGiro Dolomiti in Lienz.

17. Juni: Kaunertaler Gletscher­kaiser in Feichten.

22. Juni: Race across the Alps.

24. Juni: 25. Dreiländer-Giro.

1. Juli: Marathon Tannheimer Tal.

13. Juli: Hinterhorn-Challenge.

15. Juli: Hans Jöchl Einzelzeitfahren in Erpfendorf.

28. Juli: Arlberg-Giro, Profikriterium in St. Anton.

28. Juli: 38. Kitzbüheler Horn Radrennen.

29. Juli: Arlberg-Giro in St. Anton.

12. August: Kühtaier Bergkaiser.

18.—25.August: Radweltpokal/Cyclin­g Masters in St. Johann.

2. September: 38. Ötztaler Rad­marathon in Sölden.

9. September: Kufsteiner Land Radmarathon.

23. September: Kolsassberg Classic.

Profibewerbe:

16.-20. April: Tour of the Alps.

7.—14. Juli: Österreich-Rundfahrt

22.—30. September: WM in Tirol.


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