US-Börsen zur Eröffnung mit herben Verlusten

New York (APA) - Herbe Verluste verzeichnen die US-Börsen am Mittwoch nach Handelsbeginn. Zentrales Thema ist der eskalierende Handelsstreit...

New York (APA) - Herbe Verluste verzeichnen die US-Börsen am Mittwoch nach Handelsbeginn. Zentrales Thema ist der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und der Volksrepublik China. Konjunkturdaten vom US-Arbeitsmarkt rückten dagegen in den Hintergrund.

Gegen 16.15 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index um 307,72 Einheiten oder 1,28 Prozent auf 23.725,64 Zähler. Der S&P-500 Index gab 21,16 Punkte oder 0,81 Prozent auf 2.593,29 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index verlor 75,41 Punkte oder 1,09 Prozent auf 6.865,87 Einheiten.

Peking konterte die Ankündigung von US-Strafzöllen von 50 Mrd. US-Dollar mit eigenen Zöllen in der gleichen Größenordnung. Betroffen sind demnach besonders Sojabohnen, Autos, Rindfleisch sowie Produkte der Chemie- und Flugzeugindustrie. Es geht um insgesamt 106 US-Güter in vier Kategorien.

Der US-Protektionismus bleibe das größte Risiko für die Finanzmärkte und dürfte zunehmende Kursschwankungen nach sich ziehen, warnte Richard Turnill, globaler Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter BlackRock. Etliche Börsianer befürchten, dass der Konflikt weiter eskalieren wird, da beide Seiten nicht nachgeben dürften.

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US-Arbeitsmarktdaten spielten dagegen eine untergeordnete Rolle, obwohl Firmen in den Vereinigten Staaten im März überraschend viel Personal eingestellt hatten. Insgesamt kamen 241.000 neue Stellen dazu, wie der Personaldienstleister ADP auf Basis seiner monatlichen Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich 205.000 erwartet. Im Februar gab es mit 246.000 einen noch etwas stärkeren Zuwachs.

Unter den Einzelwerten sorgten die von China als protektionistischer Gegenschlag gedachten Zölle für Kurseinbußen bei Boeing. Die Aktien des Herstellers von militärischen und zivilen Flugzeugen und Hubschraubern gaben 3,6 Prozent ab.

Jene des Landwirtschaftsmaschinen-Herstellers Deere & Co sackten um 3,8 Prozent ab. Analyst Sebastian Künne von der Privatbank Berenberg verwies darauf, dass die von China angedrohten Strafzölle auf US-Sojabohnen Deere hart treffen würden.

Abseits des Handelsdisputs der zwei größten Volkswirtschaften der Welt rückten auch Spotify wieder ins Zentrum. Einen Tag nach ihrem Börsengang notierten Papiere des Streamingdienstes Abschläge von vier Prozent.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA412 2018-04-04/16:31


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