US-Börsen dämmen im Verlauf starke Verluste ein

New York (APA) - Die US-Börsen konnten am Mittwoch im Verlauf die deutlichen Verluste aus dem Eröffnungshandel klar eingrenzen und drehten t...

New York (APA) - Die US-Börsen konnten am Mittwoch im Verlauf die deutlichen Verluste aus dem Eröffnungshandel klar eingrenzen und drehten teilweise sogar ins Plus. Gegen 19.05 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Minus von 75,05 Zählern oder 0,31 Prozent bei 23.958,31 Punkten. Der S&P-500 Index lag 1,58 Punkte oder 0,06 Prozent in der Verlustzone bei 2.612,87 Zähler.

Der technologielastige Nasdaq Composite Index konnte im Plus tendieren und zeigte sich um 3,31 Zähler oder 0,05 Prozent befestigt auf 6.944,60 Einheiten. Während zu Handelsstart noch die von China angekündigten Vergeltungsmaßnahmen für Strafzölle durch die USA dominierten, konnten die Sorgen um den Handelsstreit zwischenzeitlich etwas abgeschüttlet werden.

China hatte angekündigt, mehr als 100 Produkte aus verschiedenen Sparten mit Zöllen zu belegen. Die Aussicht auf eine weitere Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen den beiden größten Volkswirtschaften belastete Aktienmärkte weltweit. Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA lieferten hingegen positivere Signale.

So haben die US-Unternehmen mehr Menschen eingestellt als erwartet. Insgesamt kamen 241.000 neue Stellen dazu, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch auf Basis seiner monatlichen Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich 205.000 erwartet. Außerdem hat die US-Industrie im Februar mehr Aufträge erhalten und damit die Delle vom Jahresbeginn nahezu wettgemacht.

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Bei den Einzelwerten blieben dennoch protektionistische Maßnahmen im Fokus. So tendierten die Aktien von Boeing um 2,68 Prozent tiefer. Der US-Luftfahrtkonzern könnte durch chinesische Zölle einen Nachteil gegenüber dem europäischen Konkurrenten Airbus erleiden. Die Anteilsscheine des Landwirtschaftsmaschinen-Herstellers Deere & Co sackten um 4,72 Prozent ab. Analyst Sebastian Künne von der Privatbank Berenberg verwies darauf, dass die von China angedrohten Strafzölle auf US-Sojabohnen Deere hart treffen würden.

Abseits des Handelsdisputs rückten auch Spotify wieder ins Zentrum. Einen Tag nach ihrem Börsengang sackten die Papiere des Streamingdienstes um mehr als sechs Prozent ab.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA497 2018-04-04/19:26


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