Fußball: Salzburg will Bundesliga-Leihen nicht mehr ausbauen

Rom (APA) - Mit zahlreichen Leihspielern hat Fußballserienmeister Red Bull Salzburg in der aktuellen Saison nicht nur Spielermaterial, sonde...

Rom (APA) - Mit zahlreichen Leihspielern hat Fußballserienmeister Red Bull Salzburg in der aktuellen Saison nicht nur Spielermaterial, sondern auch Diskussionsstoff geliefert. Sechs Teams haben sich Verstärkung aus Salzburg geholt, insgesamt acht Kicker haben die „Bullen“ im heimischen Oberhaus verliehen. Nicht alle finden das gut, vom Meister heißt es, dass die Praxis zumindest nicht ausgeweitet werden soll.

Dabei ist das Interesse vieler anderer, tendenziell „kleiner“ Clubs weiter ungebrochen, nur Rapid, Sturm und die Admira sind derzeit ohne Leih-Salzburger. So meinte etwa Altachs Sportdirektor Georg Zellhofer jüngst gegenüber den „VN“, er wolle nicht nur RB-Leihe Mathias Honsak halten, sondern „auch andere Namen diskutieren“. „Wir haben gute Erfahrungen gemacht“, erklärte dazu Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund und meinte damit nicht nur die Kooperation mit Altach. Der 40-Jährige betonte aber auch, dass der Plafond quasi erreicht sei. „Wir sind mit der Größenordnung zufrieden und werden das in der kommenden Saison nicht mehr ausbauen.“

Klar ist, dass die Salzburger Leihen bei ihren jeweiligen Clubs keine Mitläufer sind. Das zeigt Smail Prevljak besonders eindrucksvoll. Der 22-jährige Stürmer, aktuell bei Mattersburg aktiv, ist mit 13 Toren Dritter der BL-Torschützenliste hinter Deni Alar (14) und Salzburgs Goalgetter Munas Dabbur (17). Rapid soll jüngst Interesse am bosnischen Neo-Teamspieler gezeigt, Salzburg aber abgesagt haben. Freund dementierte eine Anfrage und bestätigte, dass Prevljak „im Sommer nach Salzburg zurückkehrt“.

Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel hatte angesichts der vielen Leihen vor kurzem „indirekten Einfluss“ gewittert. Bickels Verdacht ist für Freund aber nicht nachvollziehbar. „Sie spielen vier Mal gegen die anderen Mannschaften und sind gegen Salzburg hoch motiviert. Prevljak hat heuer beim 2:2 zwei Tore gegen uns geschossen, im Vorjahr haben wir wegen eines Treffers von David Atanga gegen Mattersburg verloren.“ Er ist von der prinzipiellen Richtigkeit der Vorgehensweise überzeugt: „Das kann für beide Seiten eine gute Geschichte sein, und das war bis jetzt auch immer der Fall.“

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