„Ein bisschen etwas Anderes“ zum Lehar Festival Bad Ischl

Bad Ischl/Linz (APA) - Zum ersten Mal gestaltet Intendant Thomas Enzinger diese Saison das Lehar Festival in Bad Ischl künstlerisch. Auf dem...

Bad Ischl/Linz (APA) - Zum ersten Mal gestaltet Intendant Thomas Enzinger diese Saison das Lehar Festival in Bad Ischl künstlerisch. Auf dem Spielplan vom 14. Juli bis 2. September stehe „ein bisschen etwas Anderes“, erklärte er am Donnerstag bei der Programmpräsentation in Linz. Man woll auch neue Publikumsschichten für das Genre Operette gewinnen. So wird erstmals „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham gezeigt.

Das Stück von Abraham sei aber vor allem „eine Revue, gespickt mit unzähligen Tanznummern, viel Swing und Jazz und entspricht sicher nicht einer normalen Operette“, versprach Choreograf Ramesh Nair. Damit sei sie auch für jüngere Zuschauer. Nair spielt in dem Stück John Buff, „den Trottel, eine Rolle, die ich gerne mag“.

Mit der zweiten Premiere will Enzinger den Namensgeber des Festivals, Franz Lehar, ehren, der heuer seinen 70. Todestag hat. Daher werde die „romantischste Operette überhaupt“ gezeigt: „Das Land des Lächelns“. Wolfgang Dosch wird sie inszenieren mit Alexandra Reinprecht, die an der Wiener Staatsoper und Volksoper spielt, und mit Thomas Blondelle von der Deutschen Oper Berlin in den Hauptrollen.

Und dann kündigte der neue Intendant noch eine Uraufführung an. Die „wunderbare Musik“ aus der Sissi-Filmtriologie mit Romy Schneider in einem „Sissi in Concert“ . Aber nicht nur „großer Klang mit vielen Geigen“ gebe es zu hören, dazu werde noch eine Videoinstallation mit Filmausschnitten und Rohmaterial von den Drehabreiten gezeigt, an denen sich Enzinger die Rechte gesichert hat.

Im Rahmenprogramm steht zudem eine weitere Uraufführung: Das musikalische Kabarett „Reha mit Lehar“. Die oberösterreichischen Musiker und Humoristen von CrossNova versprechen einen „Therapieabend“. Denn Lehars Hit „Dein ist mein ganzes Herz“ besitze eine enorm therapeutische Wirkung“. Susanne Marik singt in „Hoppla jetzt komm ich“ Schlager aus den 20er- und 30er-Jahren. Weiters gibt es ein Symposium mit der Uni Salzburg mit dem Thema „Blume von Hawaii - Fremdheit, Migration, Musiktheater“ sowie Angebote für Kinder.

Rund 1,2 Millionen Euro ist das Budget für die 120 Mitwirkenden aus mehr als 20 Ländern. 90.000 Euro übernehme das Land. Bad Ischls Bürgermeister Hannes Heide (SPÖ), zugleich auch Festspielpräsident, erhofft, dass 80 Prozent des Festivals über den Kartenverkauf finanziert werden. Der Vorverkauf verlaufe jedenfalls vielversprechend, so dass die 20.000 Marke geknackt werden könne.

(S E R V I C E - Lehar Festival Bad Ischl, 14. Juli bis 2. September, Karten unter 06132 23839, www.leharfestival.at)


Kommentieren