SV-Träger - SPÖ und ÖGB entschieden gegen AUVA-Auflösung

Wien (APA) - Auf entschiedene Ablehnung stößt die von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) in Aussicht gestellte Auflösung der AUVA ...

Wien (APA) - Auf entschiedene Ablehnung stößt die von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) in Aussicht gestellte Auflösung der AUVA bei der SPÖ und der Gewerkschaft. SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner warnt vor einem „unüberlegtem und voreiligem Schnellschuss“. Aus der Gewerkschaft kommen schon Drohungen mit einem Arbeitskampf.

Mit einem Wegfall der Unfallkrankenhäuser und Rehabilitationszentren der AUVA würde die Gesundheitsversorgung der Versicherten gefährdet. „Hier sind hochspezialisierte Fachleute beschäftigt, die für die Akutversorgung und Rehabilitation von Unfallopfern in Österreich unverzichtbar sind“, ortete Rendi-Wagner die nächste schwarz-blaue Maßnahme, „mit der bei den Menschen und nicht im System gespart wird“.

„Entsetzt“ zeigte sich SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch. „Mit der mutwilligen und voreiligen Zerschlagung der AUVA spart Schwarz-Blau wieder bei hart arbeitenden Menschen.“ Muchitsch verwies auch darauf, dass die AUVA für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung kostenlos anbiete und fragt: „Wer macht das dann, Frau Ministerin?“ Außerdem seien die Unfallraten durch die Präventionsarbeit der AUVA zurückgegangen.

Der Salzburger FSG-Landesvorsitzende Gerald Forcher drohte bereits mit einem Arbeitskampf. „Wir sind bereit einen Arbeitskampf zu führen und werden bis zum Schluss für die Beschäftigten und für die AUVA kämpfen“, kündigte Forcher in einer Aussendung an. „Wenn die Kürzungspläne gegenüber GKK und AUVA aufrechterhalten bleiben, kann sich die Bundesregierung warm anziehen.“ Der Leitende ÖGB-Sekretär Bernhard Achitz betonte, dass die geforderten 500 Mio. Euro Einsparungen nur mit Kürzungen bei Leistungen für Patienten möglich seien.


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