Erdogan verklagt türkischen Oppositionsführer erneut

Istanbul (APA/dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu zum zweiten Mal innerhalb e...

Istanbul (APA/dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu zum zweiten Mal innerhalb einer Woche auf Schmerzensgeld verklagt. Erdogan fordere 500.000 Lira (rund 100.000 Euro), weil er seine Persönlichkeitsrechte verletzt sehe und Kilicdaroglu sich beleidigend geäußert habe, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag.

Grund sei eine Rede Kilicdaroglus vom Dienstag vor der Fraktion seiner Mitte-Links Partei CHP in Ankara. Auf welche Äußerungen sich die Klage genau bezieht, war unklar.

Kilicdaroglu hatte Erdogan am Dienstag jedoch erneut vorgeworfen, der politische Arm der Gülen-Bewegung zu sein. Für diese Äußerung hatte Erdogan den Oppositionsführer in der Woche zuvor auf umgerechnet rund 50.000 Euro Schmerzensgeld verklagt.

Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden islamistischen Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Erdogan und Gülen waren bis zum offenen Bruch 2013 Verbündete.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Kommentieren