9,5 Jahre Haft für Mutter in Prozess um tote Babys in Gefrierschrank

Halle an der Saale (APA/AFP) - Im Prozess um zwei tot in einem Tiefkühlschrank gefundene Neugeborene ist die Mutter in der deutschen Stadt H...

Halle an der Saale (APA/AFP) - Im Prozess um zwei tot in einem Tiefkühlschrank gefundene Neugeborene ist die Mutter in der deutschen Stadt Halle zu neuneinhalb Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das teilte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mit. Die 46-Jährige hatte in dem Verfahren gestanden, 2004 und 2008 jeweils ein Neugeborenes in das Eisfach gelegt und so getötet zu haben.

Die toten Babys waren im Jänner in der Wohnung der Angeklagten in Benndorf in Sachsen-Anhalt gefunden worden, nachdem von ihrem ehemaligen Lebensgefährten ein Hinweis gekommen war. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Anklage zufolge hatte die Frau 2004 nach einer heimlichen Schwangerschaft in ihrer damaligen Wohnung ein Mädchen zur Welt gebracht. Unmittelbar nach der Geburt steckte sie das Baby in einen Plastiksack und legte es in den Tiefkühlschrank. Ähnlich ging sie demnach vor, nachdem sie 2008 einen Buben zur Welt gebracht hatte.

Die Ermittler gingen davon aus, dass die Kinder bei der Geburt gesund waren und lebten. Die 46-Jährige hat den Angaben zufolge noch zwei ältere Kinder. Eines davon, eine Tochter, lebte bei der Mutter im Haushalt.

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