Primärzentren: Interessenten klopfen an

Sechs Primärversorgungszentren will das Land bis 2021 in die Gänge bringen. Derzeit wird an einem Kriterienkatalog sowie der Standortfrage getüftelt.

© KEYSTONE

Innsbruck –Es klingt paradox. Während ausgeschriebene Kassenarztplanstellen kaum noch nachzubesetzen sind – so sind beispielsweise drei offene Psychiatriestellen (Hall, Schwaz, Imst) nahezu unvermittelbar und sechs Stellen für Allgemeinmediziner aktuell unbesetzt –, hat die Tiroler Gebietskrankenkasse bereits jetzt die ersten Interessenten für die geplanten, neu zu schaffenden Primärversorgungszentren an der Hand. TGKK-Direktor Arno Melitopulos wertet Letzteres prinzipiell als positives Zeichen. Noch sind diese Zentren nur im neuen Regierungspapier der Landesregierung festgehalten. Sechs an der Zahl sollen bis 2021 errichtet werden, bestätigte gestern Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP). Mehrere Allgemeinmediziner sollen mit diesem Modell gleichberechtigt und unter Beteiligung von Physiotherapeuten sowie Pflegekräften zusammenarbeiten. Das soll die Basisversorgung absichern. Diese ist nicht mehr nur auf dem Land, sondern zunehmend auch in den Ballungsräumen mit einem Fragezeichen hinterlegt.

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