Forderung nach Lkw-Bremse am Brenner sorgt für Ärger

Als „falsch und fachlich unhaltbar“ kanzelte gestern die für Verkehr zuständige LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) die Forderung des SVP-Bezirksob...

Blockabfertigung in Kufstein. (Symbolfoto)
© Jakob Gruber

Als „falsch und fachlich unhaltbar“ kanzelte gestern die für Verkehr zuständige LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) die Forderung des SVP-Bezirksobmannes und EU-Parlamentariers Herbert Dorfmann nach einem Lkw-Dosiersystem am Brenner ab. Dorfmann hatte in einer Stellungnahme behauptet, die Folge der donnerstäglichen Blockabfertigung in Kufstein, die TT berichtete, hätte zeitweise auf der Südtiroler Brenner­autobahn zu einem Stau von Sterzing bis nach Bozen geführt: „Es kann nicht sein, dass nach einer Blockabfertigung alle aufgestauten Lkw gleichzeitig losfahren und sich dann im Eisacktal, wo die Autobahn am engsten wird, wieder stauen.“

Felipe will gar nicht abstreiten, dass auch jenseits des Brenners die Belastungsgrenze für Mensch, Natur und Infrastruktur erreicht sei: „Aber zu behaupten, dass die Blockabfertigung in Kufstein für mehr Verkehr in Südtirol sorge, ist schlicht und ergreifend unrichtig.“ Genau das Gegenteil sei der Fall, sagt Felipe. Anstatt einseitiger Schuldzuweisungen gelte es so rasch als möglich die Wegekostenrichtlinie der EU umzusetzen. Eine Anhebung der italienischen Maut, so Felipe, sei ohne Probleme möglich.

In die Verantwortung nehmen müsse er seine Parteikollegen, richtet NEOS-Landeschef Dominik Oberhofer LH Günther Platter (VP) bezüglich des Pflegeregresses aus: „Die Abschaffung entpuppt sich als bittere Pille.“ (TT, APA)

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