Auf dem Zielsprint zum Starkenberger Panoramaweg

Im Juni wird der Starkenberger Panoramaweg eröffnet. In den nächsten zweieinhalb Monaten gibt es für die Wegbauer noch viel zu tun.

© Reichle

Von Matthias Reichle

Imst, Landeck –Die Website befindet sich erst im Aufbau, die Wege müssen noch hergerichtet, beschildert und mit Bänken versehen werden, die Produktion der Meilensteine, die den Wanderern den Weg weisen sollen, verzögerte sich zuletzt und auch der letzte Bewilligungsbescheid der Bezirkshauptmannschaft Land­eck ist noch nicht rechtskräftig – es gibt aber einen Termin: den 23. und 24. Juni 2018. An diesem Wochenende soll der Starkenberger Panoramaweg eröffnet werden.

TVB-Geschäftsführer Thomas Köhle von Imst Tourismus behält trotzdem die Nerven. „Wir sind zuversichtlich, dass der Weg im Juni für alle begehbar sein wird“, erklärte er auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. „Es wird eine tolle Geschichte.“

Der 52 Kilometer lange Weitwanderweg von der Fernpass-Höhe bis Schloss Landeck ist bereits seit über sieben Jahren in Vorbereitung. Mehrfach musste er umgeplant werden, nun ist es so weit. Zuletzt hatten Verhandlungen mit Schönwieser Grundbesitzern viel Zeit erfordert und die Einreichungen verzögert. „Das ist absolut in Ordnung, bei einem guten Projekt ist wichtig, dass alle zufrieden sind“, so Köhle.

Seitens der Bezirkshauptmannschaft Landeck gibt es inzwischen grünes Licht, wie Köhles Kollegin, die Geschäftsführerin des TVB TirolWest Simone Zangerl, versichert. „Wir starten Mitte Mai mit der Umsetzung.“ Vor allem im Bezirk Landeck ist die Infrastruktur bereits weitgehend vorhanden.

Auf Imster Seite sorgte nicht zuletzt auch der lange Winter dafür, dass man später beginnen konnte als geplant. Ein Gros der Arbeiten konzentriert sich auf den Bereich Antelsberg, wo der Weg neu angelegt werden muss. Im Bauhof des Tourismusverbands Imst stapeln sich unterdes die Bänke und Gestelle für die Schautafeln. „Das Depot dort sollte nun immer kleiner werden“, verspricht Köhle. Auch die 60 Meilensteine, die wie einst an römischen Straßen üblich den Weg an neuralgischen Punkten säumen werden, befinden sich inzwischen in Produktion.

Etwas zögerlich angelaufen ist die Suche nach den Partnerbetrieben – Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen –, die sich speziell auf Weitwanderer einstellen. „Aktuell haben wir drei bis vier“ – es könnten also noch mehr werden. In den letzten Monaten hat man hierfür die Kriterien erarbeitet. Derzeit ist man dabei, das Projekt zu bewerben – es gibt einen Online-Routenplan und einen Folder, der die Sehenswürdigkeiten hervorhebt – unter anderem vier Burgen; Schloss Fernstein, Schloss Starkenberg, die Kronburg und Schloss Landeck.

Gleichzeitig hat man sich die Internet-Domain www.starkenberger-panoramaweg.com gesichert. An der Seite selbst wird derzeit noch gebastelt. Und obwohl bisher wenige Werbung für den Weg gemacht haben, gibt es bereits Interessenten. „Wir haben inzwischen einige Anfragen“, so Köhle.

Es ist übrigens nicht das einzige Infrastrukturprojekt von Imst Tourismus. Im Sommer soll auch der Alm-Zoo auf der Untermarkter Alm eröffnet werden, so Köhle. Zudem startet man mit einem Teilstück des Gurgltalradwegs von Nassereith/See-Eck bis zum Tarrenzer Gewerbegebiet Dollinger. Außerdem startet mit 1. Mai eine neue Gästekarte.


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