Transportbranche mit gedämpften Zukunftsaussichten

Wien (APA) - Die heimische Transportbranche blickt etwas verhaltener in die Zukunft als zuletzt. Für das nächste Halbjahr erwarten von der W...

Wien (APA) - Die heimische Transportbranche blickt etwas verhaltener in die Zukunft als zuletzt. Für das nächste Halbjahr erwarten von der WKÖ-Sparte Transport und Verkehr befragte Branchenmitglieder zwar eine weitere Verbesserung ihrer Geschäftslage, die Geschäftserwartungen haben sich gegenüber zuletzt allerdings leicht verschlechtert, geht aus dem Konjunkturbericht der Sparte für das erste Quartal hervor.

Auch die Entwicklung der Nachfrage wird weniger optimistisch als zuletzt eingeschätzt. Nur jeder zehnte Befragte sieht aber in der unzureichenden Nachfrage das größte Hindernis. Vor einem Jahr waren es noch 23 Prozent, teilte die WKÖ-Bundessparte am Freitag mit.

Als „zumindest ausreichend“ bezeichnen demnach acht von zehn Befragten ihren aktuellen Auftragsstand. Das ist der höchste Stand seit zehn Jahren - also dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008.

Die Mitarbeiterzahlen der befragten Unternehmen in der Mobilitätswirtschaft haben sich in den vergangenen drei Monaten deutlich erhöht. Die Zukunftserwartungen sind jedoch im Vergleich zum Jahresende 2017 auch hier geringfügig gesunken. Der Mangel an Arbeitskräfte wird noch immer als häufigste Behinderung der Geschäftstätigkeit genannt. Jedes dritte Unternehmen sieht sich davon betroffen.

Zahlenmäßig ist die Transportbranche 2017 kräftig gewachsen. Nach vorläufigen Ergebnissen sind laut WKÖ österreichweit 2.026 Unternehmen in diesem Wirtschaftszweig gegründet worden - die höchste Zunahme seit zehn Jahren.

Auch die Zahl der Neuzulassungen von schweren Lkw und Sattelfahrzeugen ist 2017 gestiegen, nämlich um 2,6 Prozent auf 8.186 Fahrzeuge. In den ersten beiden Monaten 2018 war hingegen ein Rückgang von 6 Prozent zu beobachten.

Bei den Autobussen erreichte die Zahl der Neuzulassungen im Vorjahr einen neuen Höchstwert von 1.244 Fahrzeugen, ein Plus von 19 Prozent. Weil der Bus ein „modernes und ressourcenschonendes Verkehrsmittel“ sei, fordert Branchensprecher Alexander Klacska laut Aussendung eine eigene Mautkategorie für Busse sowie eine nutzbringende Verwertung von Verkehrsdaten zum Wohl des Wirtschaftsstandortes Österreich.

~ WEB https://news.wko.at/presse ~ APA253 2018-04-06/12:09


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