Europas Leitbörsen notieren im Verlauf weiterhin tiefer

Frankfurt am Main (APA) - Der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China hat die europäischen Börsen am Mittwoch im Verlauf ...

Frankfurt am Main (APA) - Der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China hat die europäischen Börsen am Mittwoch im Verlauf weiterhin belastet. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 0,62 Prozent auf 3.408,59 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.00 Uhr mit 12.231,64 Punkten und minus 0,60 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London sank um leichtere 0,17 Prozent und steht nun bei 7.187,55 Stellen.

Nachdem es im sino-amerikanischen Handelsstreit am Vortag noch nach Entspannung ausgesehen hatte, scheint die Lage nun erneut ernster: US-Präsident Donald Trump lässt wegen „unfairen Vergeltungsmaßnahmen Chinas“ zusätzliche Strafzölle auf chinesische Warenimporte im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar prüfen

Die Volksrepublik China reagierte scharf auf die überraschenden Drohungen und kündigte „umfassende Gegenmaßnahmen“ an. Bereits zuvor hatten sich beide Länder gegenseitig mit Importzöllen auf Waren im Umfang von 50 Milliarden US-Dollar überzogen.

Negative Impulse lieferten zudem auch für den Februar veröffentlichte Konjunkturdaten zu den Erzeugnissen in Deutschland: Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist in der Bundesrepublik um 1,6 Prozent gesunken, während Analysten mit einem Zuwachs um 0,2 Prozent gerechnet hatten.

Die wohl wichtigsten Konjunkturdaten werden am heutigen Handelstag aus den Vereinigten Staaten kommen. Dort wird der monatliche Arbeitsmarktbericht am Nachmittag veröffentlicht und soll unter anderem Auskunft über zukünftige Zinssteigerungen der Federal Reserve geben. „Steigen die Löhne weiter, werden die Zinserwartungen in den USA untermauert“, kommentierte ein Experte der Helaba in einem Bericht.

Die am heutigen Freitag ex Dividende gehandelten Aktien von Daimler gaben um 5,7 Prozent auf 65,7 Euro ab. Der Autobauer schüttet 3,65 Euro je Anteil an ihre Anteilseigner aus. An der Spitze des Euro-Stoxx-50 wurden die spanischen BBVA-Titel (plus 0,4 Prozent) von AXA abgelöst. Sie stiegen um 0,5 Prozent.

Mit Blick auf die Branchentafel gerieten Rohstoffwerte unter Druck. Antofagasta verloren in London mehr als einen Prozent. Nach einer Abstufung der BNP Paribas gaben die Titel von Rio Tinto sogar 1,5 Prozent ab.

An der Börse in London kletterten die Papiere von Shire dagegen mit plus 1,6 Prozent nach oben. Der CEO des japanischen Konzerns Takeda Pharmaceuticals hatte sich zuvor positiv zu einem Kauf des britischen Unternehmens geäußert.

Auch Analystenstimmen sorgten für Impulse. Lufthansa stiegen nach einem positiven Kommentar der UBS um 1,5 Prozent. Die Schweizer Titel von Dufry konnten sogar ihren Vorsprung von plus 2,9 auf 3,1 Prozent ausbauen. Zuvor hatte Kepler die Papiere der Dutyfree-Kette nach einer angekündigten Dividendenanhebung angehoben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA258 2018-04-06/12:14


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