Wieder Nachdenkpause bei Chalet-Hotel Biberwier

Obwohl der gültige Baubescheid und alle Genehmigungen nach 14 Jahren vorliegen, wird noch nicht gebaut. Die Gemeinde kann nur zusehen.

© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Biberwier –Aus dem angepeilten Baustart für das Chalet-Hotel in diesem Frühling wird doch nichts. Das haben die politisch Verantwortlichen in Biberwier aufgrund fehlender Bauausschreibungen schon vermutet. Und Geschäftsführer Kurt Schwarzenberger von der Errichtergesellschaft LMM (Langes, Melchior, Marcati) bestätigt gegenüber der TT: „Es wird noch ein wenig dauern.“ Es gebe noch „mehrere Überlegungen“, die handelnden Personen „müssen sich noch klar werden“. Als neuen Horizont für eine Entscheidung setzt der Geschäftsführer „Sommer oder Herbst“ an. „Von den Genehmigungen läuft uns ja nichts davon.“ Der zweite Geschäftsführer und Gesellschafter der LMM, Luigi Marcati, bestätigt Gespräche innerhalb der Investoren, verweist jedoch auf eine Mitteilung aus der Firmenzentrale in Wattens „in den nächsten Tagen“.

Dabei standen im Vorjahr die Zeichen nach 13 Jahre­n Verfahren auf Bau: All­e Genehmigungen und der rechtskräftige Baubescheid lagen letztlich vor, die LMM rodete im Sommer das Gebiet für das Haupthaus und die geplanten 50 Chalets. Mit 190 Betten wäre dies ein abgespecktes Projekt auf 4,5 Hektar. Ursprünglich ging es um 556 Betten und rund sieben Hektar.

Die Stimmung in der Biberwierer Gemeindestube pendelt zwischen Resignation, Frust und doch Hoffnung. Denn als Impuls wäre das Chaletdorf wichtig, sagt BM Paul Mascher, der damit auch eine Erneuerung der Lifte am Marienberg in Zusammenhang bringt. „Aber wir wissen derzeit nichts Genaues – außer dass gerade nichts gebaut wird.“ Die Gesellschafter seien derzeit „wohl selber etwas bei der Orientierung – offiziell haben wir aber keine Infos.“ Insgesamt meint dazu BM Mascher: „Wir haben nichts in der Hand, wir können nicht drängen.“

Zuletzt hatte der Substanzverwalter der Gemeindeguts­agrar, GR Josl Schönherr, von der behördlichen Genehmigung des neuen Holzplatzes dem Gemeinderat berichtet. Der sollte nämlich für das Hotelprojekt Richtung Tunnelportal verlegt werden. Wie berichtet, fließt der Kaufpreis an die Agrar erst mit Baubeginn. Außerdem, so Schönherr, ist auch eine Rückabwicklung vertraglich geregelt. In der Gemeinderatssitzung wurde jedenfalls darauf gedrängt, die Verträge zu überprüfen.


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