Russland meldet Inspektion der Chemiewaffen-Organisation OPCW

Moskau/Damaskus (APA/Reuters) - Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) haben nach russischen Angaben in der ve...

Moskau/Damaskus (APA/Reuters) - Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) haben nach russischen Angaben in der vergangenen Woche eine Prüfung in Russland vorgenommen. Wo die Inspektion stattfand, wurde in der Armeezeitung „Roter Stern“ vom Freitag nicht gesagt.

Nach Angaben eines Diplomaten hatte der OPCW-Besuch wohl nichts mit dem Fall Skripal zu tun, in dem Großbritannien Russland die Vergiftung des ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia vorwirft. Es sei wohl eine Routine-Inspektion einer Chemie-Anlage gewesen. Auch könnte es sich um eine turnusmäßige Kontrolle gehandelt haben, nachdem Russland im vergangenen Jahr der OPCW die Vernichtung aller rund 40.000 Tonnen chemischer Waffen gemeldet hatte.

Die OPCW ist in die Untersuchung des Falls Skripal eingeschaltet und will in der kommenden Woche ihre Ergebnisse bekanntgeben. Nach Angaben eines britischen Chemiewaffenlabors wurden Skripal und seine Tochter mit dem Nervengift Nowitschok angegriffen, das in der Sowjetunion entwickelt worden sei. Russland steckt nach Darstellung der britischen Regierung „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ hinter dem Attentat. Russland weist dies zurück und hat erklärt, es besitze weder Nowitschok noch andere Chemiewaffen.


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