NGOs forderten zu Beginn der Walfangsaison mehr Widerstand aus der EU

Wien (APA) - Anlässlich des Auftakts der alljährlichen Walfangsaison im Nordatlantik haben drei Artenschutzorganisationen von der EU Widerst...

Wien (APA) - Anlässlich des Auftakts der alljährlichen Walfangsaison im Nordatlantik haben drei Artenschutzorganisationen von der EU Widerstand gegen die Jagd auf die Säugetiere in europäischen Gewässern eingefordert. Dies soll insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Walfangtagung im Herbst 2018 erfolgen, schrieben OceanCare, Pro Wildlife und Whale and Dolphin Conservation (WDC) in einer Stellungnahme.

Den Regierungen Islands und Norwegens warfen die NGOs vor, das internationale Walfangverbot schlichtweg zu ignorieren und weiterhin die Jagd auf Zwergwale und sogar stark gefährdete Finnwale zu genehmigen. Norwegens Regierung gab demnach für die nun beginnende Walfangsaison statt 999 sogar 1.278 Zwergwale zum Abschuss frei.

„Dass die steigenden Quoten sinkenden Fangzahlen und einer schwindenden Nachfrage gegenüberstehen, ist klares Indiz dafür, dass der norwegische Walfang nur aus politischen Gründen aufrechterhalten wird“, sagte Nicolas Entrup von OceanCare. Auch in Island klaffen Quote und tatsächlicher Fang weit auseinander: Fischer dürfen 2018 bis zu 209 Zwergwale töten, tatsächlich waren es in den vergangenen beiden Jahren nur 46 beziehungsweise 17 Tiere, hieß es weiter.

„Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union dürfen den kommerziellen Walfang in europäischen Gewässern nicht länger tolerieren. Wir erwarten konkrete politische und diplomatische Schritte gegenüber Island und Norwegen“, äußerte Astrid Fuchs von WDC. Die nächste Walfangtagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) findet vom 10. bis 14. September in Brasilien statt.

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