Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach US-Jobdaten im Minus

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX ...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.30 Uhr mit 3.459,54 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 23,2 Punkten bzw. 0,67 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,60 Prozent, FTSE/London -0,02 und CAC-40/Paris -0,40 Prozent.

In den Blick rücken am Nachmittag die US-Arbeitsmarktdaten für März. Die US-Privatwirtschaft hat im vergangenen Monat 103.000 neue Jobs geschaffen und damit deutlich weniger als erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,1 Prozent, erwartet wurde ein leichter Rückgang zum Vormonat auf 4,0 Prozent. Die zuletzt viel beachteten Stundenlöhne sind zudem wie erwartet um 0,3 Prozent angestiegen.

An Europas Leitbörsen blieben die unmittelbaren Änderungen moderat. Der Euro-Stoxx-50 notierte zuletzt mit rund 0,8 Prozent etwas stärker im Minus als vor der Datenveröffentlichung. Auch der ATX verlor im Anschluss an die Zahlen etwas an Terrain. Der Euro konnte indessen zum US-Dollar leicht zulegen und steht nun bei 1,2253 Dollar.

Daneben lastet weiter der zuspitzende Handelsstreit zwischen den USA und China auf der Stimmung. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt von „unfairen Vergeltungsmaßnahmen Chinas“ gesprochen und seinen Handelsbeauftragten angewiesen, zusätzliche Strafzölle auf Waren im Volumen von 100 Mrd. US-Dollar auf Importe aus China zu prüfen.

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An der Wiener Börse zogen UNIQA mit plus 1,38 Prozent auf 9,55 Euro an die Spitze der Kurstafel. Die Papiere des Branchenkollegen Vienna Insurance Group notierten ebenfalls mit plus 0,74 Prozent auf 27,20 Euro etwas fester. Bankwerte standen dagegen auf den Verkaufslisten der Anleger. Raiffeisen rutschten um 2,77 Prozent auf 31,28 Euro ab und Erste Group verloren 1,60 Prozent auf 40,57 Euro.

Bei Rosenbauer ging es nach Zahlen um 0,39 Prozent nach oben auf 51,40 Euro. Im Jahr 2017 hat sich das Periodenergebnis des Unternehmens von 34,6 Mio. im Vorjahr auf 18,5 Mio. Euro halbiert, wie heute Früh bekannt wurde. Schuld daran war einerseits ein Nachfrageeinbruch in Nahost und Nordafrika, aber auch die vor drei Wochen gemeldeten „Unregelmäßigkeiten“ bei einer Deutschland-Tochter, die zu einer Abschreibung von 3,5 Mio. Euro geführt haben. Die Dividende sinkt zudem von 1,2 auf 1 Euro je Aktie.

Auch s Immo notierten klar im Plus, zuletzt lag der Kurs von 1,21 Prozent höher bei 16,70 Euro. Die Analysten der Baader Bank haben ihr Kursziel für die Papiere des Immobilienunternehmens von 13,8 Euro auf 17,0 Euro angehoben. Ausschlaggebend für die deutliche Anhebung sind die aktuellen Übernahmegerüchte rund um den Investor Rene Benko und seine Signa Holding, heißt es in der Studie.

Bei der Wolford-Aktie gab es am Nachmittag keine Bewegung zu sehen, die Aktie notierte unverändert zum Vortagesschluss bei 13,90 Euro. Nach dem Verkauf des Vorarlberger Strumpf-und Wäscheherstellers an den chinesischen Investor Fosun ist offen, ob Wolford an der Börse notiert bleibt. Das Übernahmeangebot beläuft sich nun auf 13,77 Euro je Aktie.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX um 10.30 Uhr bei 3.488,04 Punkten, das Tagestief lag um etwa 14.30 Uhr bei 3.459,54 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,65 Prozent bei 1.743,02 Zählern. Um 14.30 Uhr notierten im prime market 16 Titel mit höheren Kursen, 15 mit tieferen und sechs unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.687.431 (Vortag: 2.824.012) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 45,696 (45,51) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher OMV mit 178.365 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 8,89 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA391 2018-04-06/14:54


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