Torlawine im Duell zur Primetime in Sölden

Ankick 19.30 Uhr: Bei der Flutlichtparty in Zwieselstein trennten sich 1.-Klasse-Leader Sölden und Prutz/Serfaus II 4:4.

Mit einem 4:4-Remis trennten sich die SPG Sölden (weiß) und die SPG Prutz/Serfaus II.
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Von Toni Zangerl

Sölden –Zugegeben – Söldens moderne Fußballheimat in Zwieselstein am Ende des Ötztals hat Charme. Ein Rasen- und ein Kunstrasenplatz, Zusehertribüne und Flutlicht – und aktuell noch jede Menge Schnee. Frühlingserwachen? Fehlanzeige. Als am Samstag um 19.30 Uhr Schiri Johannes Härting zum Duell der beiden Führenden der 1. Klasse West anpfiff, war Winterausstattung gefragt. Und die Feuerwehr, die das knöcheltiefe Wasser von der Seitenoutlinie absaugen musste.

Tage zuvor lagen gar noch fast zweieinhalb Meter Schnee am Kunstrasenplatz. „Kollektives Schneeräumen der Mannschaft war angesagt, aber wir hatten deshalb als einziger Verein im Ötztal einen spielbereiten Platz. Auch Längenfeld kommt zu uns zum Training“, schmunzelte Siggi Fiegl, der mit Mario Reinstadler das Obmann-Duo bildet, im TT-Gespräch: „Da verstehe den Terminplan, wer will. Im Juli und August müssen wir Daumen drehen, im März spielen, wo unsere Spieler fast alle in Tourismusbetrieben bis am Abend tätig sind. Und daher müssen wir Spiele zu so später Zeit ansetzen.“

Gute Laune herrschte auf der Bank der Gäste aus Prutz.
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Spielertrainer Andreas Gritsch ist Gastro-Geschäftsführer am Söldener Gletscher, hat stets Stress, um rechtzeitig am Platz zu sein. Und dennoch: Söldens Kicker sind aktuell überlegen an der Tabellenspitze. „Neun Punkte voraus, der Herbst war top, im Frühjahr werden wir sehen. Der Titel ist nicht unbedingt unser Thema, den Aufstieg in die Bezirksliga würden wir freilich mitnehmen. Aber wichtig war uns der Aufstieg in die 1. Klasse. Wir forcieren die Jungen. Die U16 ist top, heute gegen den Verfolger Prutz/Serfaus sind vier in der Mannschaft“, sagt Fiegl. Auch der Unterbau passt von der U8 bis zur U16. Die Motivation und Begeisterung ist tadellos.

Fiegls Tipp war ein 2:1-Sieg. Weit gefehlt! Der Endstand lautete 4:4. Da lag Peter Senn mit seinem Tipp, einem Unentschieden, richtig. Aber ein 4:4 hätte auch er nicht erwartet. Dem Prutz/Serfaus-II-Coach war die Anstoßzeit egal. „Unser Ziel heißt Topfünf, die Jungen verstärkt einbauen und ausbilden, damit der Alex (Kregar, Anm.) als Trainer der ersten Kampfmannschaft in der Landesliga West profitiert. Dass es um den zweiten Aufstiegsplatz heuer ein Gerangel gibt, ist eh klar“, weiß Senn.

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