US-Börsen starten mit Verlusten, Handelsdisput mit China belastet

New York (APA) - Die Wall Street eröffnet am Freitag die letzte Handelssitzung der Woche mit Verlusten. Weiterhin belastet der chinesisch-am...

New York (APA) - Die Wall Street eröffnet am Freitag die letzte Handelssitzung der Woche mit Verlusten. Weiterhin belastet der chinesisch-amerikanische Handelsdisput die Weltmärkte. US-Präsident Donald Trump hatte in der Nacht auf Freitag weitere Drohung gegen die Volksrepublik ausgesprochen.

Gegen 15.40 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 0,66 Prozent auf 24.344,56 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 0,50 Prozent auf 2.649,46 Zähler. Der Nasdaq Composite Index fiel ebenfalls um 0,50 Prozent auf 7.041,37 Einheiten.

„Nachdem es gestern für einen Moment so aussah, als würde im Streit zwischen den USA und China etwas Mäßigung einkehren, holte Trump zum erneuten Schlag mit der Zollkeule aus“, schrieb Pia Ahrens von der Bayern LB in einem Kommentar.

Trump drohte zusätzliche Strafzölle auf chinesische Warenimporte im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar an. China reagierte scharf und kündigte „umfassende Gegenmaßnahmen“ an.

Neben dem protektionistischen Wortgefecht zwischen Washington und Peking rückten auch Arbeitsmarktdaten in den Fokus. Am Arbeitsmarkt zeigte sich, dass die Arbeitslosenquote bei 4,1 Prozent verharrte. Thomas Altmann von QC Partners sprach auf den ersten Blick von einer schwachen Entwicklung, die aber deshalb „den Geschmack vieler Anleger genau trifft“. Die Löhne stiegen erwartungsgemäß, die Zahl der neuen Stellen wachse aber langsamer. „Diese Kombination nimmt Druck von der Fed“, sagte der Portfoliomanager mit Blick auf deren Zinserhöhungskurs.

Angesichts der Sorgen um den freien Welthandel rückten zu Wochenschluss unter anderem die Aktien von Boeing und Caterpillar in den Vordergrund. Boeing gaben fast einen Prozent ab. Caterpillar verloren etwas mehr als eineinhalb Prozent.

In der Pharmabranche sorgte eine gescheiterte Studie zur kombinierten Behandlung von Hauttumoren für einen Kursrutsch von 21 Prozent bei Incyte. Die Anteile des Branchenkollegen Merck & Co, der ebenfalls an der Studie mitgewirkt hatte, reduzierten sich um moderate 0,2 Prozent.

Facebook verloren leichte 0,3 Prozent. Das sich selber als „Soziale Netzwerk“ bezeichnende Unternehmen will seine Nutzer ab Montag weltweit über die mögliche Weitergabe ihrer Daten an Dritte informieren. „Wir werden es jedem mitteilen, dessen Daten von Cambridge Analytica betroffen sein könnten“, sagte Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg in einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ am Vorabend.

Amazon reduzierten sich am Freitag ebenfalls. Die Anteilsscheine des Handelskonzerns gaben zuletzt 0,7 Prozent ab. Anleger zeigten sich damit weiterhin besorgt um die verbalen Attacken des US-Präsidenten gegen den Konzern. Vor Journalisten soll er von unfairen Wettbewerbsbedingungen gesprochen haben, die Amazon gegenüber seiner Konkurrenz bevorteile. Er hatte schon in den vergangenen Tagen massiv gegen den Online-Giganten ausgeteilt.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA442 2018-04-06/15:55


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