Bewaffnete Banden töteten Dutzende Menschen bei Überfällen in Nigeria

Kano (APA/AFP) - In der Zentralregion von Nigeria haben Bewaffnete bei mehreren Überfällen Dutzende Menschen getötet. In der Stadt Offa im B...

Kano (APA/AFP) - In der Zentralregion von Nigeria haben Bewaffnete bei mehreren Überfällen Dutzende Menschen getötet. In der Stadt Offa im Bundesstaat Kwara überfielen sie eine Polizeistation und zwei Banken und erschossen dabei 15 Menschen, wie die Exekutive am Freitag mitteilte.

Neun der Getöteten seien Polizisten gewesen, sechs waren Zivilisten. Wer die Täter waren, war zunächst unklar. In der Region sind in letzter Zeit verstärkt bewaffnete Banden und Viehdiebe aktiv.

Augenzeugen berichteten, dass die Täter in den Banken und der Polizeistation wahllos das Feuer auf Anwesende eröffnet hätten. Viele der Opfer seien direkt in den Kopf geschossen worden. Die Täter hätten in den Banken mehrere Taschen mit Geld gefüllt und seien auf gestohlenen Motorrädern geflohen.

Auch aus dem zentralnigerianischen Bundesstaat Benue wurden neue Gewalttaten gemeldet. Nahe den Dörfern Tse-Adudu und Enger seien insgesamt zehn Leichen im Gebüsch gefunden worden, teilte die örtliche Polizei am Freitag mit. Es handle sich um die „Opfer bewaffneter Banditen“. Ein Augenzeuge berichtete, die Angreifer hätten wahllos um sich geschossen und Hütten von Dorfbewohnern zerstört.

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In der Region häuften sich in den vergangenen Monaten die Zusammenstöße zwischen nomadischen Viehhaltern und sesshaften Ackerbauern. In dem Konflikt geht es um Land-, Wasser- und Weiderechte.

Nigerias Präsident Muhammadu Buhari setzt verstärkt Militär gegen die bewaffneten Gangs in Zentralnigeria ein. Die Streitkräfte sind allerdings bereits stark strapaziert: Im Norden kämpfen sie gegen die islamistischen Boko-Haram-Rebellen, im ölreichen Süden gehen sie gegen Rebellen und Piraten vor.


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