Missbrauchsvorwürfe - Moser-Pröll: „Ich habe schlaflose Nächte“

Bludenz/Wien (APA) - Ex-Skistar Annemarie Moser-Pröll hat wie ihr ehemaliger Trainer Karl Kahr alle Vorwürfe von sexuellen Übergriffen im Da...

Bludenz/Wien (APA) - Ex-Skistar Annemarie Moser-Pröll hat wie ihr ehemaliger Trainer Karl Kahr alle Vorwürfe von sexuellen Übergriffen im Damen-Skiteam der 1960er- und 70er-Jahre ins Reich der Unwahrheiten verwiesen. Sie könne die Aussagen der Beklagten in keiner Weise nachvollziehen. „Das ist nicht mehr normal“, zeigte sich Moser-Pröll entsetzt. Sie habe seit dem Erhalt der WhatsApp-Nachrichten schlaflose Nächte.

Durch die WhatsApp-Nachrichten sei sie „in etwas gedrängt worden, von dem ich nichts weiß“. Sie habe nie etwas von sexuellen Übergriffen mitbekommen. Zu Kahr habe sie immer ein gutes, freundschaftliches Verhältnis gehabt, das werde auch immer so bleiben.

„Ich bin von Kahr weder sexuell belästigt, noch missbraucht, noch von ihm entjungfert worden“, betonte sie. Den „Charly“ hätten die jungen Rennfahrerinnen alle geliebt, weil er sie weitergebracht habe, „auf den sind alle abgefahren“. Das sei aber nichts Amouröses gewesen. Auch Toni Sailer nahm sie dezidiert in Schutz. Er sei immer ein großes Vorbild gewesen, jetzt werde er dargestellt „wie der letzte Dreck“.

Ihr Verhältnis zur ehemaligen Rennfahrerkollegin stellte sie anders dar als die Beklagte. Sie hätten sich gut verstanden, seien aber nicht beste Freundinnen gewesen. „Dazu war ich zu sehr Rennfahrerin“, bekannte sie. Als Motiv für die Aussagen der Beklagten konnte sie sich vorstellen, dass deren eigene Karriere ins Stocken geraten war und sie in ihrer Schwester die Schuldige dafür gesehen habe. Zwischendurch wurde Moser-Pröll auch emotional: „Schämt‘s euch!“, rief sie den beiden Beklagten zu.


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