Münster - Polizei geht davon aus, dass Gefahr gebannt ist

Münster (APA/Reuters) - Die deutsche Polizei geht nach dem Vorfall mit dem Kleintransporter in Münster davon aus, dass die Gefahr gebannt is...

Münster (APA/Reuters) - Die deutsche Polizei geht nach dem Vorfall mit dem Kleintransporter in Münster davon aus, dass die Gefahr gebannt ist. Es werde nicht nach weiteren Verdächtigen gesucht, sagte eine Polizeisprecherin am Samstagnachmittag. In Medienberichten war zuvor über mehrere Verdächtige spekuliert und auch eine Bombe in dem Fahrzeug spekuliert worden.

Es sei weiter unklar, ob es sich um einen Anschlag handle, betonte die Sprecherin. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Die Polizei Münster rief alle Menschen auf, das Stadtzentrum von Münster zu meiden. Mehrfach wurde an Twitter- und Facebook-Nutzer appelliert, keine Gerüchte und Spekulationen in Umlauf zu bringen.

Mehrere deutsche Spitzenpolitiker äußerten sich zu dem Vorfall. Die Bundesregierung sprach den Opfern und ihren Angehörigen ihr Beileid aus. „Furchtbare Nachrichten aus Münster“, schrieb die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Samstag auf Twitter. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.“Justizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften. „Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären“, schrieb sie. Dagegen ließ die Vize-Fraktionschefin der rechtspopulistischen AfD, Beatrix von Storch, erkennen, dass sie einen islamistischen Hintergrund der Tat vermutet. „WIR SCHAFFEN DAS!“, twitterte sie, ergänzt um ein Emoticon in Zornesröte, die vielzitierte Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise.

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