Münster - Was wir wissen - und was nicht

Münster (APA/dpa) - In Münster ist ein Kleintransporter in eine Menschenansammlung gerast. Der Fahrer tötete zwei Menschen und anschließend ...

Münster (APA/dpa) - In Münster ist ein Kleintransporter in eine Menschenansammlung gerast. Der Fahrer tötete zwei Menschen und anschließend sich selbst. Es gab zahlreiche Verletzte.

WAS WIR WISSEN

DIE OPFER: Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul starben drei Menschen, darunter auch der mutmaßliche Täter. Es gab rund 20 Verletzte und Schwerverletzte. Zuvor hatte das deutsche Innenministerium von insgesamt vier Toten gesprochen.

DER TATORT: Die Opfer sitzen den ersten Erkenntnissen zufolge vor einer historischen Gaststätte beim „Kiepenkerl“ in der Altstadt, als das Auto in die Gruppe fährt. Der „Kiepenkerl“ ist ein Standbild eines reisenden Händlers aus dem Münsterland im Herzen der historischen Innenstadt von Münster. Er ist ein Wahrzeichen der gut 300.000 Einwohner zählenden Stadt. Die beiden Restaurants „Großer Kiepenkerl“ und „Kleiner Kiepenkerl“ sind bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt.

WAS WIR NICHT WISSEN

DER TÄTER: Wer den Wagen fuhr, ist noch nicht offiziell bekannt. Nach Angaben Reuls handelt es sich um einen Deutschen, nach dpa-Informationen möglicherweise um einem psychisch labilen Einzeltäter. Nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ ist der Mann Jahrgang 1969 und Deutscher ohne Migrationshintergrund. Die „Westfälischen Nachrichten“ zitieren aus Sicherheitskreisen, es handle sich um „einen polizeibekannten Mann aus Münster“.

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WEITERE VERDÄCHTIGE: Es gibt zudem Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet seien könnten. Das sei aber nicht sicher und müsse nun verifiziert werden, sagte ein Polizeisprecher. „Es gibt mehrere Hinweise von Zeugen, denen wir nachgehen“, sagte eine Polizeisprecherin.

DAS MOTIV: Zu einem Tatmotiv war zunächst nichts bekannt. Hinweise auf Islamismus gibt es nach einem Bericht der „Süddeutsche Zeitung“ nicht. Auch dies wurde zunächst nicht offiziell bestätigt.


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