Schweres Busunglück mit Junioren-Eishockeyteam in Kanada - 15 Tote

Ottawa (APA/dpa) - Das fünfte Spiel der Playoff-Serie stand bevor, doch die Anreise eines Junioren-Eishockeyteams aus Kanada mit dem Bus end...

Ottawa (APA/dpa) - Das fünfte Spiel der Playoff-Serie stand bevor, doch die Anreise eines Junioren-Eishockeyteams aus Kanada mit dem Bus endete mit einer Katastrophe. 15 Menschen starben, als ein Sattelschlepper nahe Tisdale in der Provinz Saskatchewan mit dem Mannschaftsbus zusammenstieß, in dem junge Spieler der Humboldt Broncos saßen.

14 weitere Insassen kamen laut Polizei mit teils lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. In dem Broncos-Team spielen Medienberichten zufolge Spieler im Alter zwischen 16 und 21 Jahren.

Warum der Lastwagen mit dem Bus zusammenstieß, war zunächst unklar. Der Highway 35 zwischen den Orten Tisdale und Nipawin, wo die Broncos am Freitagabend gegen die Nipawin Hawks antreten sollten, führt fast schnurgerade von Süden nach Norden.

Laut Hawks-Präsident Darren Opp rammte der Sattelschlepper den Bus am Freitagnachmittag (Ortszeit) von der Seite. „Es ist ein schrecklicher Unfall, mein Gott“, sagte Opp der Zeitung „Globe and Mail“. „Es ist sehr, sehr schlimm.“ Die Hawks-Spieler und -Trainer boten den Broncos ihre Hilfe an. Broncos-Vereinspräsident Kevini Garinger teilte mit: „Unsere Broncos-Familie steht unter Schock, während wir versuchen, unseren unglaublichen Verlust zu verarbeiten.“

Michelle Straschnitzki, deren 18 Jahre alter Sohn Ryan nach dem Unfall ins Krankenhaus kam, wartete noch auf Details zu den Verletzungen des jungen Mannes. „Er sagte, er spüre seinen Unterleib nicht“, berichtete sie der „Globe and Mail“. „Ich flippe aus. Ich trauere so sehr für alle Teammitglieder und verliere den Verstand.“

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau schrieb auf Twitter: „Ich kann mir nicht vorstellen, was die Eltern durchmachen.“ Sein Mitgefühl gelte allen, „die von dieser schrecklichen Tragödie betroffen sind, in der Humboldt-Gemeinde und darüber hinaus“. Auch der Regierungschef der Provinz Saskatchewan, Scott Moe, zeigte sich betroffen: „Worte können den Verlust, den wir heute Nacht fühlen, nicht beschreiben.“


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