Wienerin unter Mordverdacht: In Spital Leben ihres Mannes beendet

Wien (APA) - Eine 69-jährige Frau hat laut Landespolizeidirektion am vergangenen Donnerstag in einem Wiener Krankenhaus das Leben ihres mori...

Wien (APA) - Eine 69-jährige Frau hat laut Landespolizeidirektion am vergangenen Donnerstag in einem Wiener Krankenhaus das Leben ihres moribunden Mannes beendet. Der 68-Jährige war am 1. April auf die Intensivstation des Spitals gekommen, wo sich sein Zustand verschlechterte. Er musste künstlich beatmet werden. Die Ehefrau soll bei ihrem Abschiedsbesuch die Beatmungsschläuche gezogen haben.

Das Spital hatte die 69-Jährige telefonisch verständigt, um dieser einen Abschied zu Lebzeiten zu ermöglichen. Wie Polizeisprecherin Irina Steirer am Sonntag auf APA-Anfrage erklärte, hatte sich der Mann von einer Nierentransplantation nicht mehr erholt. Er hätte nach Einschätzung der Ärzte nur mehr wenige Stunden zu leben gehabt. Diesen Todeskampf wollte ihm seine Frau offenbar ersparen. Nachdem sie die lebenserhaltenden Maßnahmen beendet hatte, verließ sie das Spital. Sie wurde noch am selben Abend festgenommen - das Krankenhaus hatte die Polizei verständigt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die 69-Jährige wegen Mordes.

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