Russland bestreitet Giftgas-Vorwürfe im syrischen Ost-Ghouta

Moskau/Damaskus (APA/dpa) - Das russische Militär hat Vorwürfe von Aktivisten und Hilfsorganisationen zurückgewiesen, nach denen die syrisch...

Moskau/Damaskus (APA/dpa) - Das russische Militär hat Vorwürfe von Aktivisten und Hilfsorganisationen zurückgewiesen, nach denen die syrischen Truppen Giftgas im umkämpften Duma (Douma) eingesetzt hätten. Es handle sich um „fabrizierte Anschuldigungen“, sagte Generalmajor Juri Jewtuschenko der Agentur Interfax zufolge. Zugleich sagte er, dass der Abzug von Rebellenkämpfern aus Duma am Sonntag wieder fortgesetzt werden solle.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, dass die Giftgas-Vorwürfe dazu dienen sollten, den Vormarsch der syrischen Armee auf die Rebellenhochburg Duma zu stoppen. Dies werde jedoch nichts nützen, zitierte die Agentur eine nicht näher benannte „offizielle Quelle“. Der syrische Staat sei gewillt, Terrorismus auf jedem Quadratzentimeter in Syrien zu beenden.

Die Hilfsorganisation Weißhelme hatte der syrischen Führung vorgeworfen, eine Fassbombe mit Chemikalien über der Stadt Duma abgeworfen zu haben. Dabei seien mindestens 150 Menschen getötet und mehr als 1.000 verletzt worden. Auch die Hilfsorganisation UOSSM geht von einem Giftgasangriff mit „weit über 70“ Toten aus.

Duma ist die letzte Stadt in der Region Ost-Ghouta, die von Rebellen der islamistischen Gruppe Jaish al-Islam gehalten wird. Die syrische Armee hatte das an die Hauptstadt Damaskus angrenzende Gebiet in den vergangenen Wochen von Rebellen zurückerobert.


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