Münster - Türkei drückte betroffenen Familien Beileid aus

Münster/Ankara (APA/dpa) - Die Türkei hat nach der Todes-Fahrt von Münster den Familien der Opfer ihr Beileid ausgesprochen. „Wir wünschen d...

Münster/Ankara (APA/dpa) - Die Türkei hat nach der Todes-Fahrt von Münster den Familien der Opfer ihr Beileid ausgesprochen. „Wir wünschen denjenigen, die ihre Angehörigen verloren haben, Kraft und Stärke und denjenigen, die bei dem schrecklichen Angriff in Münster, Deutschland, verletzt wurden, schnelle Genesung“, teilte das Außenministerium in Ankara am Sonntag mit.

„Wir sprechen Deutschland und seinem Volk an diesem schwierigen Tag unser Beileid aus“, hieß es. Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge übermittelte Ministerpräsident Binali Yildirim der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zudem sein Beileid.

Noch am Vortag hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Angriff von Münster dazu genutzt, um Frankreich Terrorunterstützung vorzuwerfen. Ohne den Vorfall konkret zu nennen, hatte Erdogan im westtürkischen Denizli gesagt: „Da, Ihr seht doch, was die Terroristen in Deutschland machen, oder? Das wird auch in Frankreich geschehen. Ihr werdet sinken, solange der Westen diese Terroristen nährt.“ Nach Polizeiangaben gibt es bei der Bluttat von Münster bisher keinen Hinweis auf ein politisches Motiv.

Erdogan hatte seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron schon vergangene Woche verbal angegriffen, weil Macron den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF), die von der syrischen Kurdenmiliz YPG dominiert werden seine Unterstützung zugesagt hatte. Die Türkei sieht die YPG als Terrororganisation und bekämpft die Miliz in einem Militäreinsatz in Syrien.

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