Vettel siegte in Bahrain, Räikkönen überfährt Ferrari-Mechaniker

Sebastian Vettel feierte im zweiten Rennen den zweiten Saisonsieg. Überschattet wurde der Grand Prix von Bahrain von einem schweren Unfall in der Ferrari-Box. Die Scuderia muss 50.000 Euro zahlen.

Sebastian Vettel feierte nach dem Rennen mit seiner Crew den knappen Erfolg.
© REUTERS

Sakhir - Sebastian Vettel hüpfte total erleichtert auf das Siegerpodest und streckte den berühmten Vettel-Finger in den Nachthimmel von Sakhir. Nach einem echten Action-Krimi in der Formel 1 feierte der Ferrari-Star am Sonntag mit einer waghalsigen Reifenstrategie beim Großen Preis von Bahrain einen hauchdünnen Erfolg vor dem finnischen Mercedes-Piloten Valtteri Bottas. Vettel rettete sich mit abgefahrenen Pneus und mickrigen 0,6 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

"Mamma mia", jubelte er via Boxenfunk, als das Feuerwerk den Himmel über Bahrain erleuchtete: "Grazie mille!" Unter Kontrolle habe er das Rennen nicht wirklich gehabt, räumte Vettel ein: "Es hat gerade so funktioniert. Valtteri sind am Ende die Runden ausgegangen." Ein Sieg unter solchen Bedingungen schmecke aber noch süßer, sagte Vettel nach der Feier mit Rosenwasser statt Schampus.

In der WM-Gesamtwertung baute Vettel mit seinem 49. Karriereerfolg im 200. Formel-1-Rennen sowie seinem vierten Sieg in Bahrain den Vorsprung auf Mercedes-Superstar Hamilton aus, der dank einer fahrerischen und taktischen Meisterleistung noch von Startplatz neun auf Rang drei fuhr. "Ich bin wirklich happy", meinte Hamilton. Der Brite kam zum 27. Mal nacheinander in die Punkte und stellte den Rekord von Kimi Räikkönen aus den Jahren 2012 und 2013 ein.

Nach dem schweren Unfall musste Räikkönen seinen Motor abstellen. Das Rennen war gelaufen.
© gepa

Der Finne schied nach einem Boxenstopp-Drama, bei dem ein Ferrari-Mechaniker verletzt wurde, aus. Räikkönen fuhr dem Mann über das Bein, nachdem er fälschlicherweise die Fahrerlaubnis erhalten hatte. "Ich schicke ihm alle Genesungswünsche", sagte Vettel bei der Siegerehrung. Wie Ferrari mitteilte, erlitt der Mechaniker einen Schien- und Wadenbeinbruch. Die Scuderia muss 50.000 Euro zahlen.

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Für die sportliche Sensation des Tages sorgte Toro Rosso: Pierre Gasly landete auf Platz vier. Für Red Bull Racing endete das Rennen früh in einem Desaster. Daniel Ricciardo schied in der zweiten Runde aus, Max Verstappen musste sein Auto in der fünften Runde abstellen.

Der Formel 1-Tross zieht nun weiter nach China, wo am kommenden Sonntag in Shanghai der dritte WM-Lauf auf dem Programm steht. (TT.com, dpa, APA)


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