UNO-Generalsekretär „tief besorgt“ nach mutmaßlichem Giftgasangriff

New York (APA/AFP) - Nach Berichten über den Einsatz von Chlorgas bei Luftangriffen auf die syrische Rebellenhochburg Duma (Douma) hat sich ...

New York (APA/AFP) - Nach Berichten über den Einsatz von Chlorgas bei Luftangriffen auf die syrische Rebellenhochburg Duma (Douma) hat sich UNO-Generalsekretär Antonio Guterres „tief besorgt“ und „beunruhigt“ gezeigt. Zwar könnten die Vereinten Nationen die Berichte nicht überprüfen, aber ein nachgewiesener Einsatz von Chemiewaffen wäre „abscheulich“, teilte Guterres am Sonntag mit.

Er forderte alle Parteien in dem Bürgerkrieg auf, die Kämpfe einzustellen und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in Syrien zu ermöglichen.

Nach Angaben von Rettungskräften war am Samstag bei Luftangriffen auf Duma Chlorgas eingesetzt worden. Zu den Opferzahlen gibt es unterschiedliche Angaben, die von 40 bis 150 reichen. Die Hilfsorganisation Syrian American Medical Society berichtete, Ärzte hätten mehrere Verletzte mit Symptomen einer Chlorgasvergiftung behandelt. Andere Retter glaubten jedoch an die Verwendung von Sarin-Gas, da der Stoff zu Boden sinke und viele Opfer in Kellern gefunden worden seien, wo sie Schutz vor den Angriffen gesucht hätten.

Die syrische und die russische Regierung wiesen die Vorwürfe zurück. Der syrischen Regierung war schon mehrmals der Einsatz von chemischen Waffen in dem seit 2011 andauernden Bürgerkrieg vorgeworfen worden.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Kommentieren