Stammesführer wirft malischen Soldaten Massenhinrichtung vor

Bamako (APA/AFP) - Ein malischer Stammesführer hat der Armee des Landes vorgeworfen, 14 mutmaßliche Jihadisten im Schnellverfahren hingerich...

Bamako (APA/AFP) - Ein malischer Stammesführer hat der Armee des Landes vorgeworfen, 14 mutmaßliche Jihadisten im Schnellverfahren hingerichtet zu haben. „Dies war keinesfalls ein Ausbruchsversuch. Diese Leute wurden Opfer einer Hinrichtung im Schnellverfahren“, sagte Nouhoum Sarr von der Volksgruppe der Dogon am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

Die Opfer waren am 5. April in der Nähe der zentralmalischen Stadt Dioura festgenommen worden. Laut Armee wurden 14 Festgenommene einen Tag später bei einem Ausbruchsversuch erschossen.

Die Volksgruppe der Dogon wird regelmäßig verdächtigt, mit der bewaffneten Gruppe eines extremistischen Geistlichen zusammenzuarbeiten, der in Mali einen islamischen Staat errichten will.

Mali war 2012 ins Chaos gestürzt. Mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen übernahmen damals die Kontrolle über den Norden des Landes. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten sowie Tuareg-Rebellen zurück. Die UNO-Friedenstruppe Minusma soll den 2015 geschlossenen Waffenstillstand überwachen.


Kommentieren