Frankreichs Premier kritisiert Assad-Verbündete

Paris/Damaskus (APA/dpa) - Frankreichs Premierminister Edouard Philippe hat nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma...

Paris/Damaskus (APA/dpa) - Frankreichs Premierminister Edouard Philippe hat nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma die Verbündeten von Syriens Regierung kritisiert. „Erneut ist das internationale Recht durch das Regime von Bashar al-Assad mit Füßen getreten worden“, sagte Philippe am Dienstag in der Pariser Nationalversammlung.

„Ich möchte sagen, dass die Verbündeten des Regimes eine besondere Verantwortung in diesem Massaker haben“, hieß es weiter.

Bei dem mutmaßlichen Angriff waren am Wochenende Hilfsorganisationen zufolge Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Die USA machen die Regierung des syrischen Präsidenten dafür verantwortlich und haben militärische Schritte nicht ausgeschlossen. Syriens Verbündeter Russland sprach dagegen von einer Inszenierung durch Rebellen.

Philippe warf der syrischen Regierung vor, eine „Strategie des Terrors“ gegenüber der Zivilbevölkerung zu verfolgen. „Und der Einsatz dieser Waffen ist nicht neutral. Er sagt etwas über das Regime. Und unsere Reaktion auf die Nutzung dieser Waffen wird etwas darüber sagen, was wir sind.“ Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte den tödlichen Einsatz von Chemiewaffen im März als „rote Linie“ bezeichnet und mit „gezielten Schlägen“ gedroht, falls Beweise für einen solchen Fall vorliegen.

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