Cloud-Telefonieanbieter Nfon will im 2. Quartal an Frankfurter Börse

München (APA/Reuters/dpa-AFX) - Auch der deutsche Cloud-Telefonieanbieter Nfon macht mit seinen Börsenplänen ernst. Der Gang aufs Parkett so...

München (APA/Reuters/dpa-AFX) - Auch der deutsche Cloud-Telefonieanbieter Nfon macht mit seinen Börsenplänen ernst. Der Gang aufs Parkett soll dem Münchner Unternehmen selbst rund 50 Mio. Euro einbringen, wie Nfon Donnerstagfrüh mitteilte. Daneben wollen sich Altaktionäre von Anteilen trennen, der Streubesitz soll nach dem Börsengang bei rund 50 Prozent liegen.

Die Telekomfirma Nfon peilt im zweiten Quartal den Börsengang an, tatsächlich hängt dies aber noch vom Marktumfeld ab. Die Aktien sollen dabei im regulierten Markt der Frankfurter Börse platziert werden.

Das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern bietet virtuelle Telefonanlagen an, bei denen die Gespräche über die Internetverbindung abgewickelt werden. Nfon verfügt nach eigenen Angaben über 15.000 Firmenkunden in 13 europäischen Ländern und bezeichnet sich als deutscher Marktführer mit einem Anteil von mehr als einem Viertel. „Der geplante Börsengang wird uns bei der fortgesetzten Expansion in Europa unterstützen und uns zusätzliche finanzielle Flexibilität geben, um unseren rasanten Wachstumskurs erfolgreich fortzufahren“, sagte Nfon-Chef Hans Szymanski.

2017 kletterten die Erlöse um 17 Prozent auf 35,7 Millionen Euro und auf Basis des Betriebsergebnisses (Ebitda) knackte Nfon erstmals die Gewinnschwelle. Die bereinigte Ebitda-Marge lag bei 0,5 Prozent.

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Die Anteile von Nfon liegen bei verschiedenen Wagniskapitalgebern, die auf Start-ups spezialisiert sind. 35,77 Prozent hält etwa Milestone Venture Capital, weitere 34,48 Prozent Earlybird.


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