Wiener SPÖ: Auch Kulturstadtrat 2 - „Stehe voll hinter Ludwig“

Wien (APA) - Der scheidende Kulturstadtrat Mailath-Pokorny betonte nach der Bestätigung seines Rücktritts, dass dies kein spontaner Schritt ...

Wien (APA) - Der scheidende Kulturstadtrat Mailath-Pokorny betonte nach der Bestätigung seines Rücktritts, dass dies kein spontaner Schritt gewesen sei. „Mit dem Gedanken habe ich schon länger gespielt“, sagte er Journalisten am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung. Mit der Person des künftigen Stadtchefs Michael Ludwig (SPÖ) habe die Entscheidung jedenfalls nichts zu tun.

„Nein, überhaupt nichts. Ich stehe voll und ganz hinter dem neuen Bürgermeister und werde ihn auch unterstützen, wenn er das will“, so Mailath-Pokorny: „Aber ich mache das jetzt 17 Jahre, und es wäre vermessen zu sagen, wenn da nicht auch einmal Wechsel gut wäre.“

Was seine Nachfolge betrifft, habe er dem Nachfolger von Michael Häupl schon einige Vorschläge gemacht. „Es gibt ein paar Persönlichkeiten, die das könnten. Ich habe auch, nachdem ich gefragt wurde, ein paar Vorstellungen beim künftigen Bürgermeister deponiert“, verriet der Stadtrat - freilich ohne Namen nennen zu wollen.

Ganz aus der Politik zurückziehen will sich Mailath-Pokorny nicht, verwies er noch einmal auf seine BSA-Präsidentschaft. Ob er - so wie die scheidende Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) - auch nach der Amtsübergabe am 24. Mai noch als Abgeordneter im Gemeinderat und Landtag vertreten sein wird, sei noch offen. Das werde noch mit den SPÖ-Gremien besprochen.

Ebenfalls bedeckt hielt sich der 58-jährige Noch-Ressortchef auch, was seine berufliche Zukunft anbelangt. Er habe einige Ideen und werde diese dann zeitgerecht bekanntgeben. Aus Wien weg zieht es Mailath-Pokorny aber offenbar nicht: „Ich verlasse ungern die lebenswerteste Stadt der Welt und habe außerdem noch zwei schulpflichtige Kinder.“ Zuletzt war gemunkelt worden, der Politiker könnte Chef des Österreichischen Kulturforums in New York werden - was er heute klar dementierte.

Der designierte Bürgermeister Ludwig sprach gegenüber der APA von einem „sehr persönlichen Schritt“, den er zur Kenntnis nehme: „Ich schätze Andreas Mailath-Pokorny außerordentlich, und er ist meiner Meinung nach qualifiziert für alle internationalen Herausforderungen, aber auch für alle Funktionen im österreichischen Kulturgeschehen“, streute er dem scheidenden Stadtrat Rosen. Ob dieser angesichts des Lobes unter Ludwig im Regierungsteam hätte bleiben können? „Diese Frage stellt sich jetzt nicht mehr.“ Er, Ludwig, habe aber immer ein „sehr gutes politisches und persönliches Verhältnis zu Mailath-Pokorny gehabt, und „ich gehe davon aus, dass sich die Zusammenarbeit vielleicht in anderen Zusammenhängen fortsetzen lässt“. Wer die Kultur- und Sportagenden übernehmen soll, ließ Ludwig heute offen. Freilich habe er Ideen, aber vor den SPÖ-Gremien am 14. Mai werde er keine Auskunft über Personalia geben, betonte der Wiener Chef-Rote einmal mehr.

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA319 2018-04-12/13:22


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