Verfahren gegen Buchs Ex-Bürgermeister eingestellt
Umstrittene Grundstückskäufe lösten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Otto Mauracher aus. Ein Fall ist verjährt, ein anderer „geklärt“.
Von Eva-Maria Fankhauser
Buch i. T. –Eine anonyme Anzeige stellte vor gut einem Jahr das Leben des damaligen Bucher Bürgermeisters Otto Mauracher auf den Kopf. Seine Frau habe 2009 und 2015 günstig Grundstücke erworben. Zu günstig, denn die Preise dafür lagen zum Teil weit unter den marktüblichen. Die umstrittenen Ankäufe sorgten für Aufregung. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck nahm die Ermittlungen auf und Mauracher trat als Bürgermeister zurück – die TT berichtete.
„Alle Grundstückskäufe sind rechtmäßig erfolgt“, war damals eine der raren Stellungnahmen von Mauracher. Derzeit will er gar nichts zur Causa sagen. Er war trotz mehrfacher TT-Anfragen nicht erreichbar. Und das, obwohl die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat. Mauracher kann durchatmen.
Laut Hansjörg Mayr, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, gab es zwei Ermittlungen. Zum einen zu zwei Grundstücksankäufen aus dem Jahr 2009. Dort ging es darum, dass eine Hochspannungsleitung, die über das Grundstück führt, unterirdisch verlegt werde und wer dafür die Kosten zu tragen habe. Es bestand Verdacht auf Betrug bzw. Insiderwissen. Dieser Fall sei aber seit 2014 bereits verjährt und somit für die Staatsanwaltschaft nicht mehr relevant.
Der zweite Fall bezieht sich auf einen günstigen Grundstückskauf 2015. Im Zuge einer Flächenwidmungsänderung veräußerte ein Landwirt sechs Parzellen an die Gemeinde. Er selbst erhielt zwei frei verkäufliche Bauplätze. Einer davon ging wieder an Maurachers Ehefrau. Laut einer anonymen Anzeige sei der Eigentümer damals von Mauracher gezwungen worden, so günstig zu verkaufen, da Mauracher gedroht habe, dass die Gemeinde ansonsten mittels Vorkaufsrecht nur in Raten zahlen würde, obwohl der Verkäufer das Geld dringend gebraucht habe.
„Stimmt nicht“, heißt es nun seitens der Staatsanwaltschaft. Zum einen gab es laut Mayr für besagtes Grundstück kein Vorkaufsrecht und zum anderen „sagt der Eigentümer, dass er von Mauracher nicht unter Druck gesetzt wurde“. Die Ermittlungen wurden eingestellt. „Das geschah bereits Mitte März“, sagt Mayr. Auf die Frage, ob der Eigentümer vielleicht ein zweites Mal unter Druck gesetzt worden sein könnte, nämlich für diese Aussage, meinte Mayr, dass es keinen Anlass zu einer solchen Annahme gebe. Ob sonst alles korrekt ablief, wird nicht weiter untersucht.
Der Bucher Grundeigentümer wollte auf Anfrage der TT keine Stellungnahme abgeben. Der Fall sei für ihn nun abgeschlossen.
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