„Crystal Cabin Award“

Tiroler Firma Villinger gewinnt „Flugkabinen-Oscar“

© Villinger

Das Tiroler Unternehmen Villinger hat kürzlich als erste österreichische Firma den „Crystal Cabin Award" — den so genannten „Flugkabinen-Osc...

Das Tiroler Unternehmen Villinger hat kürzlich als erste österreichische Firma den „Crystal Cabin Award" — den so genannten „Flugkabinen-Oscar" — gewonnen, mit dem eine Jury aus Wissenschaftern, Ingenieuren, Vertretern von Flugzeugherstellern und Fluggesellschaften sowie Fachjournalisten außergewöhnliche Kabinenkonzepte prämiert. Ausgezeichnet wurde eine von Markus Villinger und seinem Team entwickelte Heizung für Flugzeuge.

Das „LiteHeat" genannte System wandelt verschiedene Teile und Oberflächen in der Kabine wie Böden oder Seitenwandpaneele in Infrarotstrahler um, ohne deren Form oder Aussehen zu verändern. Der Vorteil von Infrarotwärme: Sie erwärmt den Körper direkt, genau wie der Aufwärmprozess der Sonne. „Daher wird Wärme nicht nur beim Berühren der erhitzten Oberfläche wahrgenommen, sondern der Passagier erfährt auch eine angenehme und homogene Strahlungswärme", so Villinger. Im Gegensatz dazu entstehe bei einer herkömmlichen Kabinenheizung, die erwärmte Luft mit Druck in die Kabine bläst, oft unangenehme Zugluft, die dazu führe, dass Passagiere häufig Decken benutzen müssten. Eine weitere Besonderheit von „LiteHeat" bestehe in seiner Robustheit, wie Villinger erklärt: „Sie können unser Produkt theoretisch mit einer Axt bearbeiten, die Funktionsweise wird dadurch nicht beeinträchtigt." Momentane Heizsysteme in der Luftfahrt seien relativ schadensanfällig und neigten zur Überhitzung.

Villinger konnte inzwischen mit seinem „LiteHeat"-System namhafte Kunden wie Airbus, Boeing und Lufthansa gewinnen. (hu)