Innsbruck-Land

Gewerbegebiet: Zirl hofft auf Genehmigung von Darlehen

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Trotz angespannter Finanzen will die Gemeinde ein Darlehen über 820.000 Euro aufnehmen, um das Gewerbegebiet Zirler Wiesen umsetzen zu können.

Zirl –Die angespannten Finanzen bleiben in Zirl weiter Thema Nummer eins: In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat – mit einer Gegenstimme – einen Nachtragshaushalt für das heurige Rechnungsjahr beschlossen. Darin wurden zum einen budgetäre Umschichtungen fixiert, um den noch offenen Betrag von 195.000 Euro für den – längst fertig gestellten – Linksabbieger ins landwirtschaftliche Siedlungsgebiet Zirler Aue abzudecken (die TT berichtete).

Im Nachtragshaushalt scheint zudem eine Darlehensaufnahme auf, die in derselben Sitzung einstimmig beschlossen wurde: Die Marktgemeinde möchte maximal 820.000 Euro aufnehmen, um Optionsübernahmen oder Grundstücksankäufe im seit Jahren geplanten Gewerbegebiet „Zirler Wiesen“ zwischenzufinanzieren. Dabei geht es um 6000 m² Bruttofläche.

Nun hoffe man, dass die Aufsichtsbehörde diese Darlehensaufnahme auch bewilligt, so BM Thomas Öfner (Für Zirl) – eigentlich waren im Zirler Voranschlag für 2018 aufgrund der finanziellen Lage keine neuen Darlehen vorgesehen gewesen. Verbunden wäre die Aufnahme jedenfalls mit diversen Auflagen – etwa dass die Laufzeit maximal drei Jahre beträgt und etwaige Erlöse in dieser Zeit sofort für die Tilgung zu verwenden sind.

Im Zusammenhang mit dem Gewerbegebiet könnten auf die Gemeinde noch weitere Kosten zukommen, wie Öfner erklärt: Entlang des Inndammes muss ein Grünstreifen frei bleiben, in den auch der Radweg hineinverlegt werden soll. „Im Zuge des Verfahrens tauchte nun auf, dass allenfalls auch landschaftsgärtnerische Begleitmaßnahmen nötig sind“, berichtet Öfner – wofür es wiederum ein Gutachten bräuchte. „Hier benötigt es raschestmöglich eine Kostenschätzung“, drängt Vize-BM Victoria Rausch (Zirl Aktiv).

Apropos Finanzen: Intensive Diskussionen gab es im Gemeinderat auch über die Vergabe von Ingenieurleistungen über 130.000 Euro rund um die Wasserversorgung in den Ortsteilen Eigenhofen und Dirschenbach. Schließlich sind dafür kaum noch Budgetmittel vorhanden – denn für den erwähnten Linksabbieger Richtung Aue werden auch Budgetmittel aus dem Bereich Wasserversorgung umgeschichtet. „Wir gehen aber davon aus, dass nicht der gesamte Honorarbetrag heuer fällig wird“, sagt Öfner.

Das Thema Wasserversorgung in Eigenhofen – hier geht es u. a. um die Sanierung des Hochbehälters und eine Leitungsverbindung zwischen Eigenhofen und dem Zirler Ortskern – sei ihm jedenfalls sehr wichtig, trotz knapper Finanzen setze man hier erste Schritte. „Hochbehälter und Wasserqualität werden aber laufend kontrolliert“, fügt Öfner hinzu, „es gibt hier derzeit keine Probleme.“ (md)