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Gefahr von Handystrahlen ist nicht auszuschließen

Studien zeigen, dass ein vernünftiger Handygebrauch die Gesundheit nicht gefährdet. Langzeitanalysen fehlen aber. Und die Unsicherheit bleibt.

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Von Kathrin Siller

Innsbruck –Im April 2017 gab es in Italien ein Aufsehen erregendes Urteil: Zum ersten Mal wurde häufiges berufliches Handytelefonieren als Ursache eines Gehirntumors anerkannt. Der Kläger Roberto Romeo hatte nach eigenen Angaben über 15 Jahre lang drei bis vier Stunden täglich – auch vom Auto aus – telefoniert. Schließlich hatte er den Eindruck, sein rechtes Ohr sei ständig verstopft, 2010 wurde ein gutartiger Tumor diagnostiziert. Weil bei der Operation sein Hörnerv entfernt wurde, konnte er fortan nicht mehr richtig hören und bekommt seither von seiner Unfallversicherung 500 Euro monatlich. Für den Wiener Strahlungsphysiker Norbert Vana ein Urteil mit Fragezeichen: „Es gibt keine Modelle, die einen eindeutigen kausalen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Tumoren und dem Vieltelefonieren nachweisen.“


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