Bezirk Reutte

Sieger bei Parkbewerb gekürt

Die beiden Chefs von Architektur Walch & Partner, Thomas Strele (l.) und Alexander Wasle, freuen sich mit Büro­gründer Armin Walch (r.) über Platz 1 beim Architektenwettbewerb.
© Mittermayr

Das Reuttener Büro „Architektur Walch & Partner“ bekam zusammen mit einem Berliner Landschaftsarchitekturbüro den Zuschlag für die Neugestaltung des Parks im Untermarkt.

Von Helmut Mittermayr

Reutte –Die Gemeinde Reutte hatte einen Architektenwettbewerb mit acht geladenen Büros zur Neugestaltung der Parkanlage im Untermarkt zwischen Neuer Mittelschule, Wirtschaftskammer und Billa-Parkplatz ausgeschrieben. Sieben Architekturbüros reichten ein, fünf davon aus dem Außerfern. Die Dorferneuerung des Landes Tirol fungierte als Wettbewerbsstelle, stellte den Juryvorsitz und nahm die Vorprüfungen vor. In der vergangenen Gemeinderatssitzung gab BM Alois Oberer schließlich das Projekt bekannt, das von der elfköpfigen Jury, die aus vier externen Architekten sowie Reuttener Gemeinderäten aller Fraktionen bestand, bei der anonymen Bewertung mit 11:0 Stimmen zum Gewinner erklärt worden war. Nämlich das Reuttener Büro „Architektur Walch & Partner“ zusammen mit dem Berliner Büro „Landschaftsarchitektur GmbH Hutterreimann“.

Die beiden Architekturbürochefs Thomas Strele und Alexander Wasle waren bei der Verkündung in der Volksschule Archbach anwesend und strahlten dementsprechend. Gerade die Geradlinigkeit und Schlichtheit des Projektes sowie die klare Differenzierung der Nutzungsstrukturen, die Wasle in der Gemeinderatssitzung dann öffentlich vorstellte, hatten die Juroren überzeugt, hieß es in mehreren Stellungnahmen. GR Robert Bader, Obmann des Bauausschusses, zeigte sich gar vollkommen überrascht über die Urheber des Siegerprojekts. „Ich hätte euch so etwas nie zugeordnet“, ließ er wissen – was für Lacher im Foyer der Schule sorgte, die als Sitzungssaal diente, und GR Ernst Hornstein zur Aussage hinriss, dass man sehen könne, dass Reutte alle benötigten Fachleute selbst im Ort habe und man bei der anstehenden Untermarktgestaltung nicht wieder groß überregional ausschreiben müsse.

Architekt Wasle erläuterte dann Details wie einen neuen Springbrunnen statt des alten Wasserbeckens, der künftig Kinder magnetisch anziehen soll. Oder das Wegfallen der Parkplatzreihe (Busse müssen dann woanders parken) samt Einführung einer Begegnungszone; neue Wegführung und bessere Einsicht in den Park. Im Winter sei auch ein Eislaufrundweg durch das ganze Areal möglich. Auch der Weihnachtsmarkt, der derzeit schon an seine Grenzen stoße, würde sich dort gut machen und wäre ausbaubar.

GR Christian Senn meldete sich im Namen der Kaufmannschaft: „Ich sehe das Projekt zum ersten Mal. Für die Untermarktbelebung ist es ein wichtiger Schritt. Auch die Weihnachtsmarktidee gefällt mir. Sehr positiv.“

Auf Platz zwei des Wettbewerbs war der Reuttener Architekt Werner Weger gekommen. Die Gemeinde Reutte habe für das Parkprojekt eine Millio­n Euro zur Seite gestellt, ließ Bürgermeister Alois Oberer wissen, der den Gewinnern herzlich gratulierte. Der Marktchef forderte die Gemeinderäte dann zu einer symbolischen Abstimmung auf, auch wenn schon alles entschieden sei – und viele Mandatare die Projekte der Mitbewerber gar nicht kannten. Schließlich gingen alle 19 Hände in die Höhe. Einstimmig.

In der Sitzung wurde auch das örtliche Raumordnungskonzept mit Schwerpunkt Zentrumsbelebung einstimmig auf zehn Jahre bis 2028 verabschiedet.

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